Cseri Miklós, Füzes Endre (szerk.): Ház és ember, A Szabadtéri Néprajzi Múzeum évkönyve 15. (Tanulmányok Füzes Endre 70. születésnapja alkalmából. Szentendre, Szabadtéri Néprajzi Múzeum, 2002)

SÁRI ZSOLT: Az ünnep és az ünneplés fogalmának átalakulása

Zsolt Sári CHANGING OF THE FEASTS AND OF THE WAY OF CELEBRATING (Data to the changes of the customs of the ecclesiastical year in the 20 th century) Feasts stand pre-eminent in every culture or religion, they are known for people's behaviour, which is different from the everyday habits. Feast is a special period of time, when the community implements behavioural patterns and festive habits, differing from their daily life. It is a basic psychological need of man to select days, when he changes his rhythm of life and carries out activities other than work, which however, improve the work, or the qual­ity of work. Today only the feast remained as sacred time, which contains both sides of human existence: seriousness and laughing, work and game. Feast means luxuriating in life: more food, more drink, more rest, festive clothing, less work. These all express that we left the profane time of the everyday life. The feasts and the ways of celebrating changed very fast in the 20 th century and are still changing. The church liturgy determines the peasant way of life, ceremonies are organic parts of their way of life, since the forms of social contacts are organised around this: economic and social contacts as well as opportunities for entertainment. Those processes, which dissolve this way of life - weakening of the traditional communities, secularisation, industrialisa­tion, urbanisation -, transform the festive behaviour as well. What remains in the feast is merely the importance of consumption and contacts, ceremonies, ideological content and community character decrease. In this essay, I follow-up the transformation of the reli­gious feasts of a community, studying the changes of the preparations, the food habits, the rites and the beliefs. Zsolt Sári WANDEL BEI DEN FEIERN UND BEI DER ART DES FEIERN Bei jedem Volk, jeder Religion und jeder Kultur heben sich die Feiertage aus dem Alltag hervor. Eine vom alltäglichen abweichende Verhaltensweise der Menschen läßt sich dabei feststellen. Die Feier ist eine "besondere Zeit", die die Gemeinschaft durch von den allgemeinen abweichenden Verhaltensformen, feierliche Bräuche zum Ausdruck bringt. Es ist ein grundlegender seelischer Bedarf des Menschen, Tage zu bestimmen, als er seinen gewohnten Lebensrhythmus verändert und andere Tätigkeiten, nicht die tägliche Arbeit ausfuhrt. Diese Tätigkeiten sollen zur Besserung der Arbeit sowie der Qualität der Arbeit führen. Heutzutage ist nur noch die Feier als sakrale Zeit übriggeblieben, die die zwei Seiten der menschlichen Existenz umfaßt: Ernst und Lachen, sowie Arbeit und Spiel. Die Feier ist eine "Völlerei" im Leben: mehr Schlafen, Essen, Trinken, feierliche Bekleidung, weniger Arbeit. Mit all diesem wollen wir zum Ausdruck bringen, dass wir aus der profanen Zeit des Alltags herausgetreten sind. Die Feier und die Art des Feiern wandelten sich im 20. Jahrhundert mit besonderer Geschwindigkeit und der Prozess ist heute noch abgeschlossen. Die kirchliche Liturgie bes­timmt die bäuerliche Lebensweise, die Zeremonien machen einen organischen Teil dieser Lebensfonn aus. Die ver­schiedenen Verkehrsformen der Gesellschaft werden um die Zeremonien herum organisiert: Formen des wirtschaftlichen, sozialen Verkehrs, Gelegenheiten zum Vergnügen. Die Prozesse, die diese Lebensform auflösen - Schwächung der traditionellen Gemeinschaften (Säkularisation, Industriali­sierung, Urbanisierung) - formen auch die feierliche Verhal­tensweise um. Wichtig bleiben in der Feier der Konsum und der soziale Verkehr, das Zeremonielle, der Inhalt und der gemeinschaftliche Charakter jedoch nehmen ab. In meiner Studie verfolge ich die Wandlung der religiösen Feier einer Gesellschaft, wobei ich die Veränderungen bei den Vorbereitungen, beim Essen, beim Ritus und bei Bräuchen, sowie beim Glauben untersuche.

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