Kecskés Péter (szerk.): Ház és ember, A Szabadtéri Néprajzi Múzeum Közleményei 3. (Szentendre, Szabadtéri Néprajzi Múzeum, 1985)

Tanulmányok - SIMÁNYI FRIGYES: Fertőszéplak faluképi rekonstrukciós terve

Frigyes Simányi: REKONSTRUKTIONSPLAN DES DORFBILDES VON FERTŐSZÉPLAK Die Publikation des Studienplanes mit obigem Titel, der aus dem Jahre 1972 stammt, ist deshalb aktuell, weil an seiner Ausarbeitung László Vargha (1904— 1984) teilgenommen hat, und dieser Plan bildete die Ausgangsbasis für die 1982 erfolgte Übergabe des Dorfmuseums von Fertőszéplak, das aus am Ort bewahrten Gebäuden besteht. Der unvergleichlich schöne volksarchitektonische Komplex in der Fő utca von Fertőszéplak war in Fachkreisen schon seit langem bekannt (Abb. 1 und 7—14). Dennoch wurde bis 1971 sozusagen nichts im Interesse seiner Pflege unternommen, dahin ist der Komplex derart zugrunde gegangen bzw. hat er sich so sehr verändert, daß, falls nicht in kürzester Zeit entschiedene Schritte zur Erhaltung der Überreste, ihrer technischen Dokumentation und ihrer eventuel­len Verwendung unternommen werden, der gesamte Komplex zweifellos in ein, zwei Jahren spurlos für die Wissenschaft der ungarischen Volksarchitektur ver­lorengeht. Den Studienplan entwarf das Győrer Konstruk­tionsunternehmen. Konstrukteur war Domonkos Szi­lágyi. Ihn unterstützten bei der Arbeit zwei Außenex­perten, László Vargha und Béla SISA. Auf den Um­fang weisen folgende Angaben hin : die drei Bände en­thalten 93 Seiten technische Beschreibung, 37 Kon­struktionszeichnungen und 43 Fotos. Innerhalb dieser die Beschreibung von 51 Volkswohnhäusern, die Vermessungzeichnungen der Straßenfassade, Einzäu­nung und des Tors von 47 Wohnhäusern sowie Grundrißzeichnungen, Hoffassaden und Planzeichnun­gen von weiteren acht Gebäuden. Die Studie befaßt sich mit der Siedlungsgeschichte und auch der Siedlungsstruktur, was darum von Bedeutung ist, weil Fertőszéplak zu jenen wenigen Gemeinden gehört, die ihre mittelalterliche Siedlungs­struktur bis heute erhalten haben (Abb. 2—3). Wir lernen die verschiedenen Gebäudetypen kennen, unter denen es im Dorf nur noch wenige ca. 200 Jahre alte Stampfgebäude mit Schilfdach gibt, während die neueren Typen bestimmend für die zu erhaltenden Häuserzeilen sind. Sie wurden in den sechziger und siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts aus Ziegel mit Ziegeldach gebaut und gelten als allgemein verbreiteter Typ in den Gemeinden am Neusiedler See. Die weitverzweigte Untersuchung hat festgestellt, daß trotz der strürmischen Veränderung des Dorfbil­des von Fertőszéplak es in der Gemeinde 1972 noch immer erstaunlich reiches siedlungsgeschichtliches Denkmal- und ethnographisches Material in großer Zahl gab. Die Dokumentation macht Vorschläge zu ihrer Nutzung (Abb. 15—17). Frigyes Simányi: PLAN FOR THE RECONSTRUCTION OF THE APPEARANCE OF THE VILLAGE OE FERTŐSZÉPLAK The study plan drawn up under this title in 1972 is of current interest for the fact that László Vargha (1904­1984) took part in its preparation and it formed the basis for the creation of the Fertőszéplak skansen opened in 1982 and composed of buildings preserved in situ. The exceptionally fine peasant architectural group forming the Main Street of Fertőszéplak had long been known in professional circles (Figures 1, 7-14). Despite this, up to 1971 practically nothing was done to protect it. By then it had been destroyed and altered to such an extent that there was no doubt that unless firm steps were taken within a very short time to save the remains of the complex, to make a documentary record of them and if possible to find a use for them, they would disappear without trace for the science of Hungarian peasant architecture. The study plan was drawn up by the Planning Enterprise of Győr. The architect was Domonkos Szi­lágyi. He was assisted by two outside experts, László

Next

/
Thumbnails
Contents