Déry Tibor: Kék üvegfigurák. Elbeszélések 1920–1929. Versek 1916–1937 (Déry Archívum 2. Magyar Irodalmi Múzeum, Budapest, 1998)

Gedichte

Glasfläche Allein bin ich abends laufe ich auf großer Glasfläche, so kalt ist es um mich! der Wind wälzt glühende Kugeln, sie spiegeln sich und fallen taub ins Wasser rings um die Glasfläche steht farbloses Wasser, der Wind jagt mich, ich schaukle und bange, ist hier kein Tal für warmen Schlaf, zu meinen Füßen Glas und unter dem Glase Glas und weißer Sturm um die Stirne, in der Mitte der Fläche Stahlstrauß, ich fliege hier und meine Augenlider hängen zu Boden und mag ich sie auch heben, auch meine Erinnerungen blieben schon am Winde haften allein bin ich, weinen möchte ich wie ein Hund Herrgott! warum brennt schon der Stahlstrauß nicht? warum kann ich ihn nicht fassen? meine Handfläche an ihm blutigreiben? warum kann ich nicht schreien über ihm wie eine Glocke? diese Galsfläche: einsam laufen! in meinem verwehten Atem hängen erfrorere Kinder, Abend ist es und ich kann nicht stillhalten. In: Ma, 15. März 1923. H. 5-6. S. [13]. - Hand- oder Maschinenschrift nicht bekannt. - Ungarische Publikation: Üvegsík. In: Kékmadár (Blaue Vogel; Budapest), Oktober 1923. H. 10. S. 20-21., und in: A felhőállatok (Die Wolkentiere). Bp., 1976. S. 36.

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