Arany János - Győrei Zsolt (szerk.): Der ruf der Nachtigall (Budapest, 2019)
IV - „Auf mir sorgt er für Größe, und unten ist er tief” - Brückenweihe
Beifall für sie. -„ Doch wer kommt nun? Los, der alte Millionär!“ „Die Schuldner sind fort, was soll ich tun? Auch ich will weg, ich kann nicht mehr! Der Todessprung fällt mir nicht schwer.“ Ganz von allein kommen sie jetzt schon, Der Dritte und der Vierte dann. „Verspielt hab ich Gewinn und Lohn!“ „Und ich die Ehre, alles ist vertan. Vier Jahrzehnte hielt ich mich daran.“ Das braune Wasser voller Kreise, Voller Körper, die verschwinden, Ein Schüler klagt auf seine Weise: „Elend, das kann ich nicht überwinden, Lieber springen als mich zu schinden!“ Ein würdiger Greis mit weißem Bart Schleppt sich stöhnend auf die Brücke: „Gekämpft hab ich bis in die Gegenwart, Jetzt bleibt nur Hunger, Not und Tücke!“ Er sucht im Wasser seine Lücke. Die Schöne gelangweilt, halb geschminkt, Jetzt taucht sie todesmüde auf: „Kein Leben, das nur quält und zwingt, Rein in die Strümpfe, rasch wieder raus! Dann lieber tot, vorbei und aus.“ Mit Getöse ein wütender Mann, Lächelnd steht das Gerippe da: „Alle Heere sind mir untertan, Ich siege immer, der Veteran!“ „Oh Gott, wer hat ihm das angetan!“ In seinem Nacken hockt ein Junge, Grinsend wird er immer dreister, Beide vereint im Donausprunge: „Prügeln wollte mich mein Meister, Rächen mögen mich die Geister!“