Arany János - Győrei Zsolt (szerk.): Der ruf der Nachtigall (Budapest, 2019)

IV - „Auf mir sorgt er für Größe, und unten ist er tief” - Dem Herbst entgegen - Der ewige Jude

Die Wüste lockt mich mit Lügen, Ihre Versprechen betrügen, Balsam und Früchte verlocken, Ihr Gold ist Asche und Knochen. Weiter! Weiter! Menschen strömen an mir vorbei, Ich muss laufen, werde nicht frei, Jeder ist im Nebel versteckt, Kein Gesicht, das sich mir entdeckt. Weiter! Weiter! In der Masse! Ich bin allein, Mir hilft es nicht, im Strom zu sein: Spüre sie wie das Boot die Gischt, Das bin nicht ich, der sich einmischt. Weiter! Weiter! Zurück gelangt jeder Komet, Ein Pfeil in seine Richtung geht, Es fallt der geworfene Stein, Nur ich aber muss rastlos sein. Weiter! Weiter! Warum bin ich kein Wüstenfluss, Im Sand verlöre sich mein Guss, Und warum kein Sturmgewitter, Es wird still wie jedes Wetter. Weiter! Weiter! Ich beneide den Blätterfall, Der findet den Boden überall, Beneide streunende Samen, Die kommen zum Ziel im Graben. Weiter! Weiter! Armer Jude ... Trauriges Herz, Er wird dich verlassen, dein Schmerz. Die Gnade ist ewig und groß, Der Fluch wird weichen, lässt dich los. Weiter! Weiter! 64 65

Next

/
Thumbnails
Contents