Arany János - Győrei Zsolt (szerk.): Der ruf der Nachtigall (Budapest, 2019)

III - „Er brummt und murrt hier und da” - Die Nachtigall

Auch Peter lässt es keine Ruh, Er wendet sich dem Richter zu, Besteht auf Unschuld und auf Recht, Auf seine Sicht in dem Gefecht. Dann erzählt er, was ihm geschah, Sein Lied, sein Ast, das sei doch klar, Sein gutes Recht, Hart und gerecht, Sinnlos, hier zu prozessieren, Das Gericht wird sich blamieren! - Um sich noch stärker zu machen, Verschönt er jetzt sein Trachten, Auch er schiebt dem Richter Geld zu, Dass er bestimmt seine Pflicht tu, Das wandert nun zu ihm nach links, Zum Herz, wie er das mögen mag, Es scheint jetzt sicher, so gelingts. Dann kommt der ersehnte Tag, Jetzt soll der Streit entschieden sein, Wem gehört das Nachtigallenlied, Wer ist im Recht, wer ist gemein? Der Richter wurde still und schwieg, Von aller Erfahrung verlassen, Er suchte Rat, Die gute Tat, Jeder Anwalt musste passen, Alle Schriften lagen bereit, Er fand keinen Rat, Kein Buch und kein Staat Kannten einen Nachtigallenstreit. Und ärgerlich entschied er sich, Griff in die Taschen nach dem Geld, Sieht im Saal das feindliche Feld, Berief sich auf die Richterpflicht, Bevor er dann sein Urteil spricht: „Meine Herren! Der Vogel kennt kein hier und da, Er singt für mich, macht euch das klar. Für mich allein, (er fasst nach rechts), Für mich allein, (er fasst nach links): Sie können gehen!“

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