Arany János - Győrei Zsolt (szerk.): Der ruf der Nachtigall (Budapest, 2019)

II - „...ein morscher, faulender Baum...” - Im Herbst

Im Herbst An einem kühlen Herbstestag Besuchte mich der Überdruss, Ein trüber Vogel, der sich plagt, Der nicht mehr singt, der nur noch muss. Was soll ich tun, vielleicht ein Buch... ? Bleib da, Homer in hellem Licht, Komm du, Ossian! ... Der dunkle Fluch Mit deiner schwarzen Nebelsicht. Denn jetzt schmerzt mich das Himmelblau, Das schöne Lächeln der Meere, Die Sonnenflut ganz frei von Grau - Die würde mich jetzt beschweren! Das Land im sonnigen Süden Mit Schiffen in der Purpurgischt, Komm her Ossian! ... Ohne Frieden Mit deiner schwarzen Nebelsicht. Dort der Göttersitz der Griechen, Hier grünt die Insel mit Gewalt, Sattes Laub kann man da riechen, Schattiges Land, tönender Wald, - Vom Meer gewaschen die reiche Flur - Lämmerherden im Regenlicht - Komm her Ossian! ... Herrlichkeit pur, Mit deiner schwarzen Nebelsicht. Rauch liegt über Wald und Büschen, In das Land lockt er die Gäste, Helden voller Glück und Frische Feiern ihre Opferfeste; Lauten klingen. Mädchen sinken, Fürchten die süßen Becher nicht, Komm her Ossian! ... Lass uns trinken Mit deiner schwarzen Nebelsicht. Wenn blutige Schlachten toben, Sie kämpfen nicht um Freiheitsrecht, Sie müssen niemanden loben, Frei sind sie, natürlich gerecht. Hier herrschen keine Verbote! Hier herrscht das Alter, fehlt die Pflicht. Komm her Ossian! ... Unser Bote Mit deiner schwarzen Nebelsicht.

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