Török Dalma (szerk.): Mantel der Traume. Ungarische Schriftsteller erleben Wien, 1873-1936 (Budapest, 2011)
Die stadt als artefactum - Die vögel fliegen aus
UMSCHLAG: LAJOS KASSÁK (LITERATURMUSEUM PETŐFI (LITERATURMUSEUM PETŐFI, BUDAPEST) Es war 1921, der wildeste Augenblick des Stilzerfalls, als mich innere und äußere Umstände auf eine kühle und duftende Straße von Döbling hinaustrieben. Dort wohnte und nächtigte ich mit Tibor Déry... Unsere Gedichte waren luftig, die Fantasie ging im Assoziationsraum zwischen den Zeilen auf und ab, die Sprache hatte sich aller Fesseln entledigt. | Andor Németh: Attila József, 1944 du schaust den grünen Mond: lächelt er noch? der Wind wurde aufgefangen der Regen ausgetrunken gemalte Glasgazellen fliegen über die Gehwege zwischen durchsichtigen Klangwellen sei demütiger: nichts, nichts! nur unsere unvergesslichen Erinnerungen leben weiter wie ein Mondkörper der in der Luft hängen bleibt Tibor Déry: Die Stadt bei Nacht, 1924 Ich bin sehr wohl aus dem Mond gekommen, seien Sie so gut, machen Sie keine Schwierigkeiten, und überhaupt, schicken Sie ein Telegramm. I József Nádass: Der Fall vom dreizehnten April, 1924