Schultheisz Emil: Traditio Renovata. Tanulmányok a középkor és a reneszánsz orvostudományáról / Orvostörténeti Közlemények – Supplementum 21. (Budapest, 1997)

5. Über die Werke des Albicus. Ein Beitrag zur spätmittelalterlichen medizinischen Hand-schriftenkunde

37 schrieben während Albici erstem Aufenthalt in Buda. Die Furcht vor der „paralysis" war im Mittelalter sehr gross, wie das auch aus den vielen Hinweisen des Albicus auf den „maledicta paralisis" in seinen verschiedensten Schriften ersichtlich 1 6. f. Ms. X. G. 19. fol. 231v-232r: Regimen contra reumata M. Albici, quod misit ante obitum suum Sigismundum regi. Mit tschechischer Übersetzung und Kommentar herausgegeben von Andreas Schrutz (1909) 1 7 g. Ms. XI. D. 10. fol. I43r-144v: Breve remeđiųm pro conservanda sanitate. „Pro corporis sa­nitate conservanda ... x ... et prolongant auxilio dei vitam hominis. Et ego Albicus doc­tor. ..". Ein typisches Gesundheitsregel mit interessanten Massregeln zur Verlängerung des Lebens. h .Ms. X. H. 16. fol. 142r: M. Albici recepta ad coitum et contra coitum superfluum, item dolorem dentium. Drei Rezepten auf einen Blatt. ¡. Ms. XIV. II. 16. fol. 61v-63v: Regimen tempore pestilencie Albici medici. „Omni mane co­medas nuces ... x ... restringit vomitum „infallibiliter". Diese und die folgenden Handschriften Ms. XVII. D. 10, Prag, Ms. 1328 Leipzig, Ms. I. Q. 100 Wroclaw werden von Sudhoff in seiner Abhandlung über die Pestschriften nach der Epidemie des schwar­zen Todes ausführlich kommentiert. Auch findet sich hier eine textkritische Veröffentlichung 1 8. j. Ms. XVII. D. 10. fol. llv-13r: Albici Tractatus de regimine pestilencie. „Ad preservandum a pestilencia. Dives omni mane comedat nuces ... x ... Hec. Albicus arhiepiscopus Pra­gensis doctor et magister utriusque iuris". Mit Ms. XIV. II. 16 im Wesentlichen überein­stimmend. Bemerkenswert sind fol. 13v „Morbi contagiosi" in rubrica scriptum „Albi­cus" und fol. I76v-177r: Albici „Sacculus ad mitigandum dolorem". k .Ms. XVII. E. 42. fol. 27v ein Rezept in tschechischer Sprache aus dem Jahre 1554 des Al­bicus. Alle die hier aufgeführten Handschriften (mit der Ausnahme des Manuskriptes unter par. ,,k') stammen aus dem 15. Jahrhundert. 3. Wroclaw (Universitätsbibliothek , alle Mss, aus dem 15. Jh.) a .Ms. III. Q. 5. fol. 86r-288v: Practica magistri Albici. b. Ms. III. E 24. fol. lr-168r: Practica magistri archiepiscopi Pragensis. c. Ms. I. Q. 100. fol. 222v-224v: Regimen magistri Albici archiepiscopi pragensis. Alle drei sind allgemeine Gesundheitsregeln, im Wesentlichen mit dem Vetularius über­einstimmend. Das unter „c" angeführtes Manuskript enthält auch ein deutsches Pestre­gimen. d.Ms. III. Q. 4. fol. 161r-175v: „Collectiorum minus" und „Collectiorum maius" (opuscu­lare). Diese zwei Pestabhandlungen entstanden um 1406 in Prag. Im Explicit des Collecti 1 6 Eine Begriffsbestimmung findet sich im Epistola Theodor¡ philosophi ad imperatorem Fridericum wie folgt: „Paralisis est ¡nfirmitas, per quam amittitur sensus et motus in membro..." {Arch. Gesch. Med. 1—2, 1915, 5). Auch von dem berühmten Hartmann Scheđel stammen zwei Rezepte gegen Paralyse. 1 7 Schrutz, A.: Casopisu lékavrüv Ceskÿch, Roc, 1909. 1 8 Die von Sudhoff hier angeführte Kopenhagener Handschrift lässt sich zur Zeit nirgends nachweisen. Auf meine Anfrage bekam ich die Antwort, dass in der Kgl. Bibl. Kopenhagen kein Ms. des Albicus verwaltet wird. Frau Káre Olsen danke ich an dieser Stelle für Ihre Bemühungen,

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