Kapronczay Károly szerk.: Orvostörténeti közlemények 230-233. (Budapest, 2015)

KÖZLEMÉNYEK - Kapronczay Károly: Az állami egészségügy formái a balkáni országokban a 18-19. században

68 Comm, de Hist. Artis Med. 230-233 (2015) im Jahrhundert bei der Befreiung des Balkans vom türkischen Joch, Russland eine bestim­mende Rolle zugefallen war. Dasselbe ist auch im Fall Bulgariens zu gewahr nehmen, denn sein erster Gesundheitsdienst hat im Wesentlichen vollkommen nach den ins Land gerufenen russischen Ärzten und Chirurgen seine Formulierung erhalten. Das Gesetz ihres allgemeinen Gesundheitswesens des Jahres 1876 ist aber auf Grund der ungarischen Regelung mit Hilfe von ungrischen Fachexperten fertig gestellt worden. Das griechische Königreich nahm ers­tens die preußischen Gesetze in Betracht, obwohl die preußischen und österreichisch-unga­rischen allgemeinen Gesetze des Gesundheitswesens nur in Details voneinander abwichen. Die Verwaltungssysteme waren doch einfacher auszubauen, als die Organisation der Ärz­teausbildung von hohem Niveau, das zur Folge hatte, dass die Mehrheit der Ärzte dieser Region auch weiterhin an den nahen Wiener, Budapester, Grazer, Odessaer, Moskauer und Kiewer Universitäten ihr Diplom erwarben. Für die Chirurgen mit niedrigerem Ausbildungs­grad, waren die heimischen militärischen und bürgerlichen Institutionen zuständig.

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