Kapronczay Károly szerk.: Orvostörténeti közlemények 222-225. (Budapest, 2013)
ADATTÁR - Makovitzky, Josef: Emlékezés Philipp Schwartz professzorra, aki 1933-ban megalapította a Külföldön Élő Német Tudósok Szükségközösségét
ERINNERUNG AN PROFESSOR PHILIPP SCHWARTZ (1894-1977) BEGRÜNDER DER NOTGEMEINSCHAFT DEUTSCHER WISSENSCHAFTUER IM AUSLAND 1933 JOSEF MAKOVITZKY Du sollst dich nicht vorenthalten. Du sollst helfen. Jeder Mensch, der dir begegnet, bedarf der Seelenhilfe, jeder bedarf deiner Hilfe. Auch wenn du selber bedürftig bist - und du bist es - kannst du andern helfen und, indem du es tust, dir selber. Martin Buber Die Aktion von Philipp Schwartz fing mit einer Notiz in der Neuen Zürcher Zeitung am 16. Mai 1933 und mit einer Stadtzürcher Büroadresse an: Sie führte zu einem Gruppenexodus von renommierten deutschen Wissenschaftlern (13). Vor 80 Jahren, am 23. März 1933, entmachtete sich der Deutsche Reichstag mit dem Ermächtigungsgesetz selbst. Mit Nein haben 94 Abgeordnete der SPD, mit Ja 444 Abgeordnete abgestimmt. Daraufhin ruft der Reichstagspräsident Hermann Göring im Saal der Krolloper: „Somit ist das Ermäch-tigungsgesetz mit der verfassungsmässigen Mehrheit von 444 angenommen!“ 26 Abgeordnete der SPD waren bereits verhaftet oder geflohen und konnten dadurch nicht an der Abstimmung teilnehmen. 81 Abgeordnete der KPD durften nicht mehr abstimmen, da deren Mandate durch die Mitgliedschaft in der KPD kurz nach dem Reichstagsbrand am 27. Februar 1933 annulliert worden waren. Mit dem Ermächtigungsgesetz war die Voraussetzung für den systematischen Übergang von der Demokratie in die nationalsozialistische Diktatur geschaffen. Am Ende der Abstimmung sagte Otto Wels, der Parteivorsitzende der SPD: ,Freiheit und Leben kann man nehmen, die Ehre nicht!“ Die Abstimmung war der Freifahrtschein für Adolf Hitler. Ursprünglich bis 1937 befristet, wurde das Gesetz 1937, 1939 und 1943 noch weitere Male automatisch verlängert (8). Am 21. März 1938 wurde im Rahmen eines zynischen Zeitungstextes von Heinrich Himmler die Eröffnung des Konzentrationslagers Dachau bekannt gegeben. Nicht nur im Völkischen Beobachter, sondern auch in den Münchner Neuesten Nachrichten war am 21. März 1933 eine Pressemitteilung Fleinrich Himmlers unter der Überschrift Ein Konzentrationslager für politische Gefangene abgedruckt. Das Lager hat ein Fassungsvermögen von 5000 Menschen, für politische Gegner, die angeblich eine Gefahr für das Reich, für das deutsche Volk bedeuten.