Kapronczay Károly szerk.: Orvostörténeti Közlemények 200-201. (Budapest, 2007)

KISEBB KÖZLEMÉNYEK — COMMUNICATIONS - OFFNER, Robert: Der Klausenburger Arzt Johannes Hertelius (1565-1612) und sein Beitrag in der Beschreibung Siebenbürgens im Giovanni Antonio Maginis Werk: Geographiae Universae tum veteris tum novae absolutissimum opus (1596) - Johannes Hertelius (1565-1612) kolozsvári orvos adaléka Erdély földrajzi leírásához Giovanni Antonio Magini Geographiae Universae tum veteris tum novae absolutissimum opus című munkájában (1596)

studienhalber sich in Padua aufhält". Daraus ist zu entnehmen, dass ein Großteil der Angaben über Siebenbürgen ihm von Hertelius zur Verfügung gestellt wurden. Magini verweist im Kapitel über Ungarn darauf, das dieses im Jahre 1594 geschrieben wurde. 80 Auf dieses schöne und aus der Sicht der Wissenschaftsgeschichte interessante Beispiel von Wissenstransfer machte zuerst Claudio Isopesco (1929) aufmerksam. 81 Anhand jener, auf italienisch veröffentlichten Arbeit, befasste sich kaum drei Jahre später Klein (1932) mit diesem Thema und stellte einige Daten über den siebenbürgischen Studenten zu Padua und den „Geograph des 16. Jahrhunderts" Johann Hertel vor, ohne über dessen Herkunft und Person - ähnlich wie Isopesco - weitere Kenntnisse zu besitzen. 82 Beide Autoren versuchten jeweils eine kurze Würdigung der Informationen über Siebenbürgen im Maginis moderner Ptolemäus-Kompendium, ohne jedoch die Beschreibung des Landes quellenkritisch und eingehend zu analysieren. 83 Beschreibung von Ungarn und Siebenbürgen Der erste Band {Pars Prima) des Werkes von Magini enthält die acht Bücher der ptolemäusischen Geographia (184 Blätter) gefolgt von Maginis Erläuterungen und Bemerkungen (auf 47 Blättern) sowie einen reichhaltigen Index. Der Pars Secunda umfasst 296 Seiten und einen ebenfalls sehr reichhaltigen Index. Darin befindet sich das Kapitel XX: Ungariae et Transilvaniae descriptio mit einer Übersichtskarte der beschriebenen Länder auf Seiten 157b (Abb. 7). Die geographisch-historische Beschreibung Ungarns umfasst die Seiten 158a bis 160b, die von Siebenbürgen, als Unterkapitel die Seiten 160b bis 162a, abgeschlossen mit vier Seiten kursiv gedruckten Endnoten, die sich allerdings nur auf Siebenbürgen beziehen. Vorliegende Arbeit hat sich nicht zum Ziel gesetzt, die historisch-geografische Beschreibung beider Länder im Karpatenbecken aus dem Jahre 1596 zu untersuchen bzw. fachkundig zu analysieren, sondern sie beschränkt sich lediglich auf eine Kurzvorstellung der wichtigsten Inhalte der Beschreibung Siebenbürgens von Magini, wozu Hertelius mit fast tagesaktuellen Angaben über seine Heimat beitrug. Das Unterkapitel startet mit der Ethymologie des Begriffes Transylvania, dann kommt es gleich auf die antike römische Provinz Dacia mediterranea ac ripensis zu sprechen und erwähnt die großen Herrscher Decebal und Trajan und die römische Ära, aber auch die manche Wandervölker. Die „übrig gebliebenen vier Völker": Valachi, also Walachen oder Rumänen, Szekler, Sachsen werden dann einzeln kurz behandelt. Der Autor bringt die Rumänen mit den Römern in Verbindung, lässt die Szekler mit Attila vor den Ungarn ins Land kommen und erwähnt deren vom Ungarischen etwas abweichende Mundart und Gesetze, sowie ihre alte Runenschrift. Die Zuwanderung der Sachsen bringt er mit Kaiser Karl dem Großen in Zusammenhang - eine damals nicht ungewöhnliche Ansicht - für die er 19 Übersetzung durch den Verfasser. 80 Magini, G. A. :1596. Pars Secunda, 160a. 81 Isopesco, C.: Notizie intorno ai Romeni nella geogrefica Italiana del Cinquecento. In: Bulletin de la Section Historique al Academiei Romane. Bucarest, 1929. 69-83; 82 Klein, K. K.: 1932. 377-384. 83 Das gleiche gilt auch für eine jüngere Veröffentlichung zu diesem Thema. Vgl. Popescu-Spineni, M.: Rumänien in seinen geographischen und kartographischen Quellen vom Altertum bis an die Schwelle unseres Jahrhun­dert. Übersetzt von Ernst Erwin Lange-Kowal. Wiesbaden, 1987. 215-219.

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