Kapronczay Károly szerk.: Orvostörténeti Közlemények 188-189. (Budapest, 2004)

KÖZLEMÉNYEK - COMMUNICATIONS - Namal, Arin - Honti, József: „Mein Vaterland ruft mich!" Antritt, Dienst und Abschied des ungarischen Wissenschaftlers Prof. Dr. Tibor Péterfi (1883-1953) an der Universität Istanbul. — „ Hazám szólít! " Egy magyar tudós, Prof Dr. Péterfi Tibor (1883-1953) érkezése az Isztambuli Egyetemre, ottani működése és távozásának körülményei

Atifrage aus Amerika Der Akte Péterfis im Archiv der Universität Istanbul sind einige Briefe angefügt, die 1952 aus dem Ausland kamen: Am 24. 04. 1952 bat Robert Chambers Ph. D. L L. D (Research Professor Emeritus, New York University; Research Consultant, vom Dade County Cancer Institute-Cancer Cytology Center in Miami, Florida, den Dekan der Medizinischen Fakultät Istanbul um Auskunft, welche Krankheit Péterfi während seines Dienstes an der Universität Istanbul durchgemacht habe 27 Dieselbe Person schrieb am 14. 07. 1952 noch einmal, diesmal vom Marine Biological Laboratoy in Massachusetts, und bat um Beantwortung detailliert aufgeführter Fragen 28 ' Offenbar wurde Prof. Dr. Ihsan §ükrü Aksel (1890-1987), Direktor der Psychiatrischen Klinik, um Auskunft gebeten, denn er schrieb am 22. 05. 1952 dem Dekan 29 ' „Da Prof. Dr. Mazhar Osman Uzman 30 , der Prof. Dr. Tibor Péterfi in seiner Privatklinik behandelt hatte, verstorben ist, konnten in dieser Angelegenheit keine weiteren Informationen aufgetan werden. Aus den vorhandenen Aufzeichnungen geht hervor, daß Prof. Péterfi damals an einer „psychischen Depression" litt. Mit der Bitte um Kenntnisnahme". Spuren in der Türkei des in der Heimat endenden Lebens Die Jahre 1946-1948 verbrachte Péterfi als Ordinarius an der Universität Budapest. Doch ihn ereilte noch ein Unglück, das ihm im Endeffekt das Leben kosten sollte: nach der Rückkehr in die Heimat hatte er einen Verkehrsunfall, wodurch seine Arbeitsleistung erheblich eingeschränkt wurde. Die letzten viereinhalb Jahre seines Lebens verbrachte er in einem Krankenhaus 31 . Trotz seiner glänzenden Arbeiten in der Wissenschaft war es ihm nicht vergönnt, Wurzeln zu schlagen. Wie ein Blatt im Herbstwind trieb es ihn noch als kaum 30jährigen im I. Weltkrieg an die Front, wo er vier Jahre seines Lebens mit der Verteidigung seines Landes zubrachte. Im II. Weltkrieg mußte er dann miterleben, wie dasselbe bittere Los seinen Sohn ereilte. Seine sensible Künstlerpersönlichkeit verhinderte, daß er all diesen Kummer und diese Widrigkeiten unbeschadet an Leib und Seele hätte überstehen können, 70jährig verstarb Péterfi am 14. 01. 1953 in Budapest. Die Autopsie ergab eine schwere Arteriosklerose, einen Tumor in der Hypophyse und organische Schäden an diversen Organen. Maskar, langjährig an der Medizinischen Fakultät der Universität Istanbul tätig und zugleich ein aufmerksamer Beobachter aus nächster Nähe der Entwicklungslinie dieses 7 Archiv der Personalabteilung der Medizinischen Fakultät der Universität Istanbul, Tibor Péterfi: Akte Nr. 41010-389. j ebd. 'ebd. 3 Der berühmte türkische Psychiatr ord. Prof. Dr. Mazhar Osman Uzman ( 1884-1951) leitete in den Jahren 1933­1941 die Psychiatrische Klinik der Medizinischen Fakultät der Universität Istanbul. 1 Straus H. A.- Röder W. (Hrsg.): a. a. O. 898.

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