Kapronczay Károly szerk.: Orvostörténeti Közlemények 188-189. (Budapest, 2004)

KÖZLEMÉNYEK - COMMUNICATIONS - Namal, Arin - Honti, József: „Mein Vaterland ruft mich!" Antritt, Dienst und Abschied des ungarischen Wissenschaftlers Prof. Dr. Tibor Péterfi (1883-1953) an der Universität Istanbul. — „ Hazám szólít! " Egy magyar tudós, Prof Dr. Péterfi Tibor (1883-1953) érkezése az Isztambuli Egyetemre, ottani működése és távozásának körülményei

Mittelschulen erledigt in Klausenburg, Student in der Medizin: 1900 an der Universität Klausenburg, Doctor medicináé: 1906 an der Universität von Klausenburg. Von 1905 bis 1908 Assistent am Institut der Zoologie und Histologie der Universität Klausenburg bei Prof. Dr. Stefan von Apáthy. Von 1908-1914 Assistent am I. Anatomischen Institut der Universität von Budapest bei Prof. Dr. Michael von Lenhossék. Von 1914-1918 Prosector an der selben Stelle. Habilitiert als Dozent der Anatomie und Histologie 1916 an der Universität von Budapest. Von 1914 bis 1918 Juli, im aktiven Dienst den Weltkrieg mitgemacht bei der Truppe, in Feldlazaretten, in Epidemiespitälern und als Armeehygieniker. 4. Kriegsdekorationen. Am 1. Juli 1918 zum ord. äff. Professor der Anatomie berufen an die ungarische (neugegründete) Universität von Pressburg. Da Pressburg tschechoslowakisch und die ungarische Universität aufgelöst wurde, arbeitet Prof. Dr. Tibor Péterfi zunächst (1919 bis 1920) im anatomischen Institut der Prager deutschen Universität (Prof. Dr .0. Grosser). 1920-1921 arbeitete er in Jena in der Anstalt für experimentelle Biologie (Dir. Prof Dr. J. Schaxel), wo er mit der Firma Carl Zeiss seinen Mikromanipulator gebaut hat. Von 1921 bis 1934 arbeitete er an der Abteilung im Kaiser Wilhelm-Institut der Biologie, Berlin­Dahlem (Direktor Geheimrat Prof .Dr .C .Cor reus). Von 1923 bis 1934 war er wissenschaftlicher Berater der Firma Carl Zeiss in Berlin. Von 1925 bis 1935 war er Schriftleiter der „Berichte für die Wissenschaftliche Biologie", der „Jahresberichte der Wissenschaftlichen Biologie", der „Jahresberichte über die gesamte Physiologie u. Exp. Pharmakologie" und des Referatenteiles der Zeitschrift für Krebsforschung. (Alle beim Verlag Julius Springer, Berlin). Von 1934 bis 1936 hat er Forschungsarbeiten ausgeführt in Cambridge (England) Zoological Laboratory (Prof. James Gray). Von 1936 bis 1939 hat er Forschungsarbeiten ausgeführt in Kopenhagen: 1. Im M'ediz. -Physiologischen Institut der Universität (Prof. Dr. A. Fischer); 2. Im Biologischen Institut des Carlsbergfonds; 3. Im Kommunhospital, Ohrenabteilung" . Aus biographischen Schriften über ihn 5 geht hervor, daß Péterfi zunächst Maler und Violinist werden wollte, sich in jenen Jahren für Gedichte und Erzählungen interessierte, solche auch in Tageszeitungen veröffentlichte, auch wohl anstrebte, Gymnasiallehrer zu werden, dann jedoch auf Drängen des Vaters hin sich an der Medizinischen Fakultät immatrikulieren ließ. Während seines Medizinstudiums machte er mit seinen Leistungen auf sich aufmerksam, nahm noch in den ersten Semestern an mancherlei Forschungsarbeiten teil und engagierte sich aufgrund seiner kämpferischen Natur auch in der Studentenbewegung. Als er nach dem I. Weltkrieg heimkehrte, war er eine der führenden Persönlichkeiten des Erziehungskomitees der Kommune Tanácsköztársaság, was als Fortführung der politischen Haltung seiner Jugendjahre angesehen werden kann. Beim Studium der Publikationsliste, die seiner Bewerbung um eine Stellung an der Universität Istanbul beilag, stellt sich heraus, daß er die wichtigsten seiner wissenschaftlichen Arbeiten während seiner Tätigkeiten im Ausland ausführte, daß er mit Wissenschaftlern in wissenschaftlichen Zentren in verschiedenen Ecken der Welt 5 Maskar Ü.: Tibor Péterfi. Acta Anatomica 1953, 19: 2-7. Vgl. auch Kiss F.: Tibor Péterfi (1883-1953). Anatomischer Anzeiger 103. (1956) 10/12, 225-232.

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