Kapronczay Károly szerk.: Orvostörténeti Közlemények 186-187. (Budapest, 2004)
TANULMÁNYOK — ARTICLES - OFFNER, Robert: Die Rolle der Universität Erfurt in der Ausbildung ungarländischer Mediziner (1521-1816). — Az erfurti egyetem jelentősége a magyarországi orvosok képzésében (1521-1816)
in die Heimat als Lehrer am Kronstädter Gymnasium und ab 1749 als Pfarrer in Rotbach bis zu seinem Tode 1751, 77 Drei Jahre nach Fronius taucht der Name eines oberungarischen Studenten in falscher Schreibweise auf. Im Namensverzeichnis von Wiegand lesen wir Adam Theophil Aennel aus Tirnau. Es handelt sich offensichtlich um den Tyrnauer Adam Gottfried Hennel, der sich am 17.04.1726 in die Matrikel eintragen ließ. 78 Laut Szinnyei stammte Hennel aus Modern. 79 Auch er mußte sich in die medizinische Fakultät eingeschieben haben, da er kurz darauf mit der Verteidigung seiner Dissertatio inauguralis medica de vulneribus lethalibus in genere per se et per accidens contin-gentibus / [Praes.:] Johann Friedrich de Pré. [Resp.:] Adam Gottlieb Hennel Erfordiae 1726, zum Dr. med. promoviert wurde. Weitere Angaben über Hennel liegen uns nicht vor. Im selben Jahr findet man einen weiteren Medizinstudenten in Erfurt, nämlich den János Bácsmegyei (laut Matrikeleintragung: Johann Bacsmegger) aus Trentschin. Seine Inscription in Erfurt 80 erfolgte am 16.05.1726 und ebenda promovierte er im selben Jahr mit der Dissertatio inauguralis medica sistens podagram, iuxta genuinam optimamque artis methodum curandam / Johann Andreas Fischer, Erfordiae 1726, zum Doktor der Medizin. Er empfahl diese Arbeit u.a. seinem Bruder, dem namhaften Mediziner István Pál Bácsmegyei (gest. 1735). 81 Michael Grottfried Stockinger (Sempronicensis) war ein gebürtiger Ödenburger Student, der am 24.09.1728 ebenfalls in die medizinische Fakultät aufgenommen wurde. 82 Vorher soll er in Halle und Leipzig studiert haben. 83 Kurze Zeit nach seiner Immatrikulation erfolgte auch noch im selben Jahr seine medizinische Promotion, mit der Dissertatio inauguralis medica de medicamentorum purgantium natura et usu /[Praes.:] Johann Andreas Fischer. [Resp.:] Michael Gottfried Stockinger, Erfordiae 1728. In seiner Geburtsstadt Ödenburg wirkte er als Stadtphysikus. József Somogyi (de Somogyvár) stammte aus dem burgenländischen Ort Rechnitz, und wurde am 05.06.1729 eingeschrieben. 84 Auch er war Medizinstudent und promovierte im selben Jahr unter dem Vorsitz von Hermann Paul Juch mit der Dissertatio inauguralis medica de scorbuto / sub praesidio Hermanni Pauli Juchii ... submittit autor et respondens Josephus Somogyi de Somogyvar, Erfordiae 1729. Über den nächsten ungarländischen Hörer Johann Theophil (Gottlieb) Huber aus Preßburg, liegen uns, außer seiner Immatrikulation am 06.09.1736, keine weiteren biographischen Angaben vor. 8 " 1 77 Szabó / Szögi ( 1998) 178 und Trausch ( 1868), Bd. 1, 352. 78 Wiegand (1963) 22. 79 Szinnyei, Bd. 4, Sp. 702. 80 Wiegand (1963) 28. 81 Sein Bruder, István Pál Bácsmegyei war ein bekannter Preßburger Arzt, Chemiker und Schriftsteller. Szinnyei, Bd. 1, Sp. 326 und Weszprémi, (1964) Bd. 2, 62-63. 82 Wiegand (1963) 119. 83 Szinnyei, Bd. 13, Sp. 52 weist auf seine Dissertation in Leipzig hin. Diese Angabe dürfte ein Fehler sein. 84 Wiegand (1963) III. 85 Wiegand (1963) 133. Ein ebenfalls Prcssburger Mediziner, Johann Christoph Huber studierte und promovierte 1733 in Halle und praktizierte anschließend in Regensburg. Ob es sich um dieselbe Person handelt, ist unklar, jedoch nicht undenkbar. Szinnyei, Bd. 4, Sp. 1379.