Varga Benedek szerk.: Orvostörténeti közlemények 141-144. (Budapest, 1993)

TANULMÁNYOK - ESSAYS - Vida, Mária: Der Kosmas- und Damian-Kult in Ungarn im Mittelalter und im Program der Gegenreformation (von 15. bis 18. Jahrhundert)

Abb. 8 Ettl: Kosmas und Damian in der Jesuitenordens-Apotheke von Kőszeg (Apotheken-Museum) Er mag seine Auferstehung dem Jesuitenorden zu verdanken. Die wenigen Altarbilden und die klei­nen, zum Apothekenschmuk dienenden Gemälde haben nunmehr einen völlig neuen Inhalt und eine neue Form. Am besten lässt sich der Jesuiten-Einfluss am Beispiel des von Ettl gemalten Kosmas— Damian Bildes beweisen, das die von den Jesuiten gegründeten Ordensapotheke von Kőszeg (Güns) schmückte (Abb. 8). Ein gemeinsames Kennzeichen von jedweden Barockgemälden ist der sich im Mittelpunkt befindliche Heilige; genauer, der in seiner Hand aufgezeigte Apothekeneimer als Symbol von der „seelischen Medizin", vom seelischen Krankentrost (Abb. 9). Inhalt und Form dieser Art hat­ten sich auf den Spuren der österreichischen Malerei ausgestaltet. Nach einem Kupferstich des ba­rocken Meisters, Paul Troger (1698—1762), hatte Stephan Dorfmeister d. Ä. (um 1725—1797) das eine der Nebenaltare in der Kirche von Káld gemalt; dieses Bild hatte den Meister des in den 1740-er Jahren

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