Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 115-116. (Budapest, 19869
KISEBB KÖZLEMÉNYEK — ELŐADÁSOK - Völker, Arina: Adatok a hallei egyetem magyar végzős hallgatóinak előképzéséhez (német nyelven)
ZUM PRÄAKADEMISCHEN AUSBILDUNGSGANG UNGARISCHER ABSOLVENTEN DER UNIVERSITÄT HALLE ARINA VÖLKER In einer Reihe von Arbeiten zum Thema des halleschen Studiums von aus Ungarn gebürtigen Hochschulabsolventen konnte bislang eine nicht geringe Zahl von Medizinern registriert und aufgelistet werden, die sich hier an der 1694 feierlich eröffneten Academia Fridericiana ihr Grundwissen holten bzw, ein den erfolgreichen Ausbildungsabschluß dokumentierendes Diplom erwarben. 1-3 Basis für Analysen dieser Art ist das hallesche Universitätsarchiv 4 , dessen Bestände den Immatrikulationstermin festhalten und zumindest seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts eine lückenlose Erfassung von Promotionsdaten und -themen gestatten. Das umfassende, im Detail aber nicht immer voll zuverlässige Standardwerk von István Weszprémi (1723—1799) konnte auf diese Weise in verschiedenen Punkten ergänzt werden. Diese Gegebenheiten seien gleich einleitend durch zwei Beispiele erläutert. Das von einem immensen Sachwissen getragene Bio- und Biblicgraphicon des Chronisten der Ars medica Hungarica registriert für die Ärzte Samuel Hambach aus Eperjes und Elias Trangus aus Szeben die halleschen Graduierungsdaten von 1742 und 1731. 5 Aus den erhalten gebliebenen Akten der Medizinischen Fakultät geht aber hervor, daß beide die hallesche Ausbildung unpromoviert bzw. mit dem Status eines Lizentiaten beendeten und erst nach Jahren ihre Doktordiplome in die Heimat nachgeliefert erhielten: Hambach im Mai 1745 6 und Trangus im März 1754. 7 Man könnte nun meinen, eine derartige Ergänzung sei für die Beurteilung von Werdegang und Werk der genannten Mediziner nicht sonderlich bedeutungsvoll und das Ad-Fontes-Gehen sei eine Überbetonung archivalischer Datengenauigkeit. Derartigen Argumenten stünde aber ein weiterer Faktor entgegen, der aus einer für Halle spezifischen Situation heraus die entsprechende Präzisierung noch zusätzlich bedeutsam macht. Will man sich nämlich ein Bild von der Aufenthaltsdauer ungarischer Absolventen an deutschen Universitäten machen, so geschieht das — im allgemeinen zu Recht — mittels der Gegenüberstellung von Immatrikulations- und Graduierungsterminen. Üblicherweise erfahrt man dadurch, wieviel Zeit sich ein Studiosus nehmen konnte, um mit dem angestrebten Zeugnis einer abgeschlossenen Ausbildung in die Heimat zurückzukehren; nicht zuletzt war das eine Frage seiner wirtschaftlichen 1 Kaiser, W., u. K.-—H. Krosch: Mediziner des slowakischen Raumes in Halle (1695—1750). Wiss. Z. Univ. Halle (Math.-naturw.) XIII, S. 363—397 (1964). 2 Kaiser. W., u. K.—H. Krosch: Transsylvanische und ostslowakische Mediziner in Halle (1695 —1750). Wiss. Z. Univ. Halle (Math.-naturw. XIV, S. 581-622 (1965). 3 Kaiser, W., u. A. Völker: Die Physici Sempronienses und ihre Beziehungen nach Halle und Wittenberg. Comm. Hist. Artis Med. 62/63, S. 101—110 (1971). 4 Kaiser, W.. u. A. Völker: Hungarica medica des 18. Jahrhunderts in den Beständen des halleschen Universitätsarchivs. Wiss. B. Univ. Halle 1981/38 (T 40), S. 1—93; Halle 1981. 5 Weszprémi, I.: Succinta Medicorum Hungáriáé et Transilvaniae Biographia, Cent, tertia, Decas I. et II. , S. 358 u. S. 362; Wien 1787 (Neudruck Budapest 1970) 6 Univ.-Archiv Halle: Rep. 29, F VIL Nr. 1, Bd. 1, S. 13. > ebendort, S. 32