Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 115-116. (Budapest, 19869

KISEBB KÖZLEMÉNYEK — ELŐADÁSOK - Völker, Arina: Az erdélyi Martin Schmeizel (1679—1747) mint hallei Ordinarius (német nyelven)

auf. 1745 und 1746 behandelt er Vorgänge aus der britischen Geschichte und aus der Entwicklung der Journalistik. Der transsylvanische Aufenthalt des Dichters Martin Opitz (1597—1639) kommt ebenso zur Abhandlung wie die Entstehungsgeschichte sogenannter akademischer Sprichwörter. Mit einem auf mehrere Fortsetzungen verteilten Beitrag zur Geschichte des Zeitungs- und Druckereiwesens endet diese populärwissenschaftliche Informationsfolge; als Autor ist Schmei­zel am 2. Januar 1747 letztmalig in den „Wöchentlichen Hallischen Anzeigen" vertreten. Die Zahl der Buchpublikationen hat sich in den halleschen Amtsjahren von Martin Schmeizel allerdings im Vergleich zu den hier genannten Aufsätzen deutlich reduziert. Wahrscheinlich war eine Reihe von Editionen geplant, als ihm der Tod am 30. Juli 1747 die Feder aus der Hand nahm. Freunde und Kooperationspartner wie Johann Peter von Ludewig und Johann Heinrich Schulze waren bereits vor ihm (1743 und 1744) zu Grabe getragen worden. Schmeizels Biograph Drey­haupt nennt vier nachgelassene Manuskripte („Erläuterung der Gold- und Silbermüntzen des Fürst­enthums Siebenbürgen", die „Bibliotheca Hungarica sive de Scriptoribus rerum Hungaricarum", die „Jenaische Stadt- und Universitäts-Chronic" und die „Collectio Inscriptionum veterum Ro­manarum in Transilvania repertarum"), von denen Michael Gottlieb Agnethler die beiden erstgenannten zur Edition brachte. Die Jenaer Stadt- und Universitätsgeschichte wurde in voll­ständiger Form im Jahre 1908 aus Anlaß der 350-Jahr-Feier der Salana publiziert. Der von Schmeizel ausgegangenen Inspirationen sind sich vor allem seine Schüler wie Gottfried Schwarz und Samuel Brukenthal (1721—1803) in Wort und Schrift bewußt geblieben. ZUR WISSENSCHAFTLICHEN BEDEUTUNG VON MARTIN SCHMEIZEL Geht man davon aus, daß die jüngere Universitätsgeschichte von Jena Martin Schmeizel als ei­nen der Begründer der Rumänienkunde führt und zugleich seinen Einsatz im Programm einer sachgerechten Lehrerbildung akzentuiert, 23 dann sind damit bereits zwei Komplexe genannt, die sich ebenso auch von Halle aus konstatieren ließen. Öffentlichkeitswirksam wurde Schmeizel aber hinsichtlich einer Informationsvermittlung über die Geschichte des südosteuropäischen Rau­mes von Halle aus am stärksten, denn die Schmeizelschen Aufsätze in den „Wöchentlichen Halli sehen Anzeigen" erreichten ein breites Leserpublikum und waren dadurch geeignet, Kenntnisse zu verbreiten, die sonst nur der Fachwelt zugängig gewesen wären. Für den Bezieher der Zeitung wird es nicht uninteressant gewesen sein, etwas von der landsmannschaftlichen Zugehörigkeii. je­ner ungarischen Truppenkontingente zu erfahren, die in den mittdreißiger Jahren des 18. Jahrhun­derts an den Rhein marschierten, als Ludwig XV. von Frankreich zugunsten seines Schwiegerva­ters Stanislaw Leszcynski seine Heere mobilisierte. Bei dieser Gelegenheit interpretiert Schmeizel u. a. Begriffe wie Raizen, Uschkoten und Husaren. Über das Wort „Husar" legt er dabei eine Deutung vor, die auf seinen Studien zur Geschichte der Hussitenbewegung beruhte. Schmeizel hält es nicht für ausgeschlossen, daß das für ihn nicht aus der ungarischen Sprache ableitbare Wort ursprünglich magyarische Anhänger von Jan Hus charakterisierte. Die Hussiten­bewegung hat er im übrigen ausführlich in einem Aufsatz des Jahres 1744 vorgestellt. Ist die Pioni­errolle Schmeizels bei der Einführung eines numismatischen Hochschulkollegs unverkennbar, sc sollte an dieser Stelle auch eine sehr individuelle Komponente nicht vergessen werden. Für die ungarischen Absolventen der Universität Halle war es sehr wichtig, einen Landsmann als Lehrer am Ort zu wissen, an den man sich jederzeit wenden konnte. In dieser Beziehung bildete Schmei­zel einen ähnlichen Zentralpunkt wie in Wittenberg der 1736 dort graduierte Mediziner Matthias 23 Steinmetz, M.: a. a. O. (Literaturstelle 14).

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