Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 115-116. (Budapest, 19869

KISEBB KÖZLEMÉNYEK — ELŐADÁSOK - Völker, Arina: Az erdélyi Martin Schmeizel (1679—1747) mint hallei Ordinarius (német nyelven)

ker nennt Weszprémi schließlich, wenn er die Publikationsverzeichnisse von Carl Friedrich Loew (1699—1741) und Michael Gottlieb Agnethler (1719—1752) auflistet und dabei deren Kontakte zu Martin Schmeizel registriert. Der aus Ödenburg (Sopron) gebürtige, 1721 in Jena graduierte und 1724 in die Academia Naturae Curiosorum berufene Loew 78 hatte Ergänzungen zu einem der historischen Beiträge Schmeizels für angebracht gehalten; Weszprémi notiert: 9 ,,Dissertatio epistolica ad Martin. Schmeizelium, in qua continetur Catalogus Scriptorum Rer. Hungar. varii singillatim vero medici et physici argumento, quos ille vel possedit, vel quorum notitiam habuit. MSctum hoc, cum reliqua supellectili libraria in Bibliothecam Cibiniensem illatúm est." Auch der Hermannstädter (Nagyszeben) Michael Gottlieb Agnethler verband während seiner halleschen Ära das medizinisch-naturwissenschaftliche mit dem numismatischen und dem histo­rischen Engagement und verstand sich diesbezüglich als Schüler sowohl von Schulze als auch von Schmeizel. 10 Nach dem Ableben seiner beiden Lehrer erwarb er sich Verdienste um die Edition von deren nachgelassenen Manuskripten; unter den Veröffentlichungen Agnethlers hielt Weszpré­mi unter den Ziffern 1 und 12 fest: „Martin. Schmeizels Erläuterung der Gold- und Silber­Münzen von Siebenbürgen, Halae Magd. an. 1748. in 4. plag. 12. cum tab. aen. Collectionem rerum Hungar. Schmeizelii 200. thaleris coemit, et Schedion hoc postumum inde protraxit, et praefatione auxit. .. Index bibliothecae Schmeizelianae res Hungar. Transilvan. vicinarumque provinciarum illustrantis, ab Agnethlero 200. Imperialibus emtae, auctae, metropolitanae urbis Cibiniensis Senatui venditae, et novissime in Transilvaniam deportatae, ibid. an. 1751. 8. plag. Die von Weszprémi überlieferten Details über Schmeizels Beitrag zur regionalen Geschichte (nebst Verbindungslinien zur Medizingeschichte) wären bereits bemerkenswert genug, dem auf einem halleschen Ordinariat wirkenden transsylvanischen Historiker eine Nachbetrachtung aus der Optik der Ars medica heraus zu widmen. Eine derartige Studie bietet sich im Schulzeschen Gedenkjahr ohnehin an, ist sie doch geeignet, das Bild einer in den Kreis um diesen Wissen­schaftler eingebundenen Persönlichkeit abzurunden, die hier an der Academia Fridericiana im Rampenlicht einer fruchtbaren ungarisch-halleschen Kooperation stand. ZUM WERDEGANG VON MARTIN SCHMEIZEL Der am 28. Mai 1679 in Kronstadt (Brassó) geborene und früh elternlos gewordene Martin Schmeizel wird nach Stadtschul- und Gymnasialbesuch im Alter von 20 Jahren nach Jena ge­schickt, um dort das für ihn vorgesehene Theologiestudium aufzunehmen. An der Salana sind es zunächst die Ordinarien Johann Jakob Posner (1673—1718) und Johann Paul Hebenstreit (1664—1718), welche die Grundorientierung Schmeizels formen. In der Folge sind es dann Burk­hard Gotthelf Struve (1671—1738) und vor allem Johann Franz Budde-Buddeus (1667—1729), die seinen Weg zur Geschichtswissenschaft bestimmen und ihn die ursprüngliche Absicht vergessen lassen, dereinst als Geistlicher nach Siebenbürgen zurückzukehren. Durch den Kontakt zu Struve und zu Buddeus dürfte der Blick des Jenenser Studiosus Schmeizel zugleich auch auf Halle ge­richtet worden sein, wo die neue Academia Fridericiana 1694 feierlich eröffnet worden war: zum 7 Kaiser, W., u. A. Völker: Ungarländische Leopoldina-Mitglieder des 18. Jahrhunderts und ihre Korre­spondenz mit dem Akademiepräsidium. Comm. Hist. Artis Med. 69—70 (1973), S. 57—74. 8 Kaiser, W., u. A. Völker: Zur Mitgliedschaft ungarländischer Wissenschaftler in der Academia Naturae Curiosorum (17. und 18. Jahrhundert). Comm. Hist. Artis Med. 93—96 (1981), S. 93—101. 9 Weszprémi, L: a. a. O., S. 198. 10 Kaiser, W. : Das wissenschaftliche Werk des transsylvanischen Arztes und Altertumsforschers Michael Gottlieb Agnethler (1719—1752). Comm. Hist. Artis Med. 81 (1977), S. 73—87. 11 Weszprémi, L: a. a. O., S. 8 u. S. 10.

Next

/
Thumbnails
Contents