Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 109-112. (Budapest, 1985)

IN MEMORIAM JOHANNES SAMBUCUS - Zsámboky János (Johannes Sambucus) (magyar, angol, német nyelven)

Vorträgen von Andreas Vesalius, Gábriellé Falloppio, Giambattista da Monte beiwohnte. 1555 be­stand er eine Pfürung bei den Professoren Oddus de Oddis und Victorius Trincavellus und erwarb das Lizenziat. Don Doktorrang erwarb er wahrscheinlich überhaupt nicht. Zwischen 1557 und 1559 lebte er als bezahlter „Familiáris" des Hofes, in Wien. Im Jahre 1561 finden wir ihn aber­mals in Paris, wo er die Pariser humanistische Gesellschaften regelmässig besuchte. Seine Freun­de sind: der ausgezeichnete Botaniker, Charles de l'Ecluse (Clusius), der „poeta regius" Jean Dorat und der Bibliophil, Jean Grober. Sein zweiter dauerhafter Aufenthalt in Italien fiel zwi­schen Herbst 1561 und Ende Sommer 1563; die Städte waren: Genua, Milano, Neapel, Brindisi, Otranto, Salerno, wo er je eine Handschrift für seine Bibliothek kaufte. Er setzte seine Anschaf­fungen bei seinem Rückweg in Capua, Florenz, Viterbo, Rom, Siena, Pistoia und Bologna fort. Zur Krönung Maximilian I. kam er schon vor dem 8. September 1563 in der Gesellschaft des György Purkircher aus Pozsony, nach Hause. Noch in demselben Monat brach er zu seiner letzten Reise nach Norden auf; in Genf war er im Hause des Philologien Theodor Poelmann (Pulmanus) untergebracht. Durch Poelmann wurde er mit dem Buchdrucker aus Antwerpen Christolphle Plantin bekannt, der nach 1564 sein beliebtester Verleger wurde. Unter anderem veröffentliche er das Emblemata im Jahre 1564, welches mit Rücksicht auf den grossen Erfolg 1566 auch in der Übersetzung von Marcus Antonius Diestl in flandrischer, und 1567 in der Übertragung von Jac­ques Grévins in französischer Sprache erschien. Das im Band bekanntgegebene Ärzte-Portrait­Album „Icones" erschien zehn Jahre späten 1574,.als das schönste Produkt der Plantin­Druckerei. Die sich mit der Geschichte der Druckerei befassende Monographie ist auch mit den Renaissance-Rahmen der Bildnisse dekoriert. János Zsámboky siedelt sich 1564 endgültig in Wien an, nach dem, am 19. Juni 1565 eintreffen­den Tode seines Freundes, Wolfgang Lazius, erwarb er den Hofgeschichtsschreiber Titel. Anfang August des Jahres 1567 heiratete er die Tochter des Pressburger Eisenhändlers Kálmán Egerer: Christine. Aus dieser Ehe wurden zwei Töchter und ein Sohn geboren. Auch nach seiner Ansied­lung in Wien vermehrte er stets den Bestand seiner Bibliothek, die seinen Ruhm den dort befindli­chen griechischen und lateinischen Handschriften verdanken konnte. Wegen dem Sammeln alter Münzen und artiker Kunstgegenstände, sowie wegen einen Rechtsstreit in der Familie, wurde sei­ne finanzielle Lage erschüttert, er war gezwungen seine wertvolle Handschriften zum Verkauf zu bringen. So gelangen laut des am 17. Október 1578 geschlossenen Vertrages etwa 530 Hand­schrifte in Besitz der Wiener Kaiserlichen Bibliothek. Der gesammte Kaufpreis kam leider nie zur Bezahlung. Zsámbokys Leben endete am 13. Juni 1584 — in seinem 53. Lebensjahr durch Apoplexie. Gelegentlich des 450. Geburtstages des hervorragenden Humanisten- Arztes und Geschichts­schreibers, erschien in der Betreuung der Ungarischen Akademie der Wissenschaften der faksi­mile Band der 1. Ausgabe der berühmten „Emblemata" aus dem Jahre 1564. Zum 500. Todestag wurde eine nächste Plantin-Ausgabe, das berühmte Portrait-Album, mit dem Titel: „Veterum ali­quot ac recentium Medicorum Philosophorumque Icones" in faksimile Ausgabe, in der Betreu­ung des Staatlichen Buchvertriebs, veröffentlicht. Über die Ausgabe- und Medizingeschichte des Werkes verfasste Mária Vida eine Begleitstudie und die kunsthistorische Bewertung der Bildnisse wurde von G. Jantsits und Z. Kádár zusammengestellt. Diese Studien erschienen als Beilagen der Faksimile-Ausgabe in ungarischer, englischer und deutscher Sprache.

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