Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 102-104. (Budapest, 1983)

KISEBB KÖZLEMÉNYEK — ELŐADÁSOK - Nikodémusz István: Járványos betegségek a központi hatalmak hadseregeiben az első világháború alatt

szerint — nagyobb volt a harci cselekmények miatt meghaltak száma, mint a betegségek áldozatainak, gondosabb elemzéssel más képet kapunk. Részben a dizentéria, részben a sebgcnnycdés-fertőzés következménye, ezek leküzdése szintén a közegészségügy fel­adata. Zusammen fassung Die Infektionskrankheiten sind so alt wie die Menschheit selbst, da die Beweglichkeit der größeren Menschenmengen unausweichbar zum Ausbruch der Epidemien führte. Sie waren Begleiterscheinungen der Kriegsereignisse, deren Verheerungen dadurch vervielfältigt wurden. Nach einer größeren Epidemie sind ganze Gebiete verödet und entvölkert geblieben. Bis Ende des 19. Jahrhunderts verstarben mehr Menschen in Infektionskrankheiten als in den Kriegen. Als Ergebnis der Auswirkung der mikrobiologischen Entdeckungen kann festgestellt werden, daß zur Zeit des I. Weltkrieges die Verheerungen der Epidemien zwar noch beträchtig, doch kaum größer als die der Kriege waren. In den Armeen der Zentralmächte waren Cholera, Dysenterie. Malarie, Tuberkulose, Flecktyphus und die Geschlechtskrankheiten, die ihre Opfer forderten. Die Cholera trat im 1. und 2. Kriegsjahr auf, verursachte viele Sterbefälle und eine dramatische Situation. Im dritten Kriegsjahr konnte sie durch Schutzimpfungen bekämpft werden. Der Typhus trat später als die Cholera auf, deswegen konnte er auch erst später durch Schutzimpfun­gen liquidiert werden. Als eine offensichtliche Schwierigkeit kann erwähnt werden, daß die militärärztliche Leitung oft selbst gegen die Schutzimpfungen Stellung nahm. Der Flecktyphus, die Krankheit der assozialen Schichten, wurde die gefürchtete Plage der Wintermonate. Diese Epidemie konnte durch Entlausung zum Stillstand gebracht werden. Im 3. und 4. Kriegsjahr hatten die meisten Armeen schon ihre diesbezüglichen Einrichtungen. Die Malarie trat in Sumpf- und Wassergebieten auf und konnte durch die Aufräumung der Mückenzuchtgcbiete behebt werden. Die Zahl der Tuberkulose-Infektionen stieg während des Krieges auch im Hinterland, genauso wie die der Dysenterie. Gegen letztere gab es keine wirkungsvolle Methode. Auch die Zahl der Geschlechtskranken stieg während des Krieges. Der Grund dazu war, daß diese Krankheit mit relativ kleinerem Risiko eine zeitweilige Aufhebung des Militärdienstes zur Folge hatte. Undisziplinierte Soldaten bekamen diese Infektion. Der Kampf gegen die Geschlechtskrankheiten bestand in den Reihenuntersuchungen, der Aufklärungstätigkeit und Beobachtung der Verbreiter. Die sanitären Zustände der Deutschen Armee waren günstiger zu bezeichnen als die der KUK Armee, aber die opfervolle Bestrebungen der österreichischen militärärztlichen Korps verdient die Anerkennung der Nachwelt. 1. NIKODÉMUSZ, Dr. med., CSc Budapest, Dózsa Gy. út 112. Hungary, H—1068-

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