Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 93-96. (Budapest, 1981)

TANULMÁNYOK - Kaiser, Wolfram—Völker, Arina: Az Academia Naturae Curiosorum magyarországi tudós tagjainak kérdéséhez (17. és 18. sz.) (német nyelven)

Neigebaur (1783—1866) ist zu entnehmen, daß sich die Zahl von 23 Berufungen bis zum Ende des 18. Jahrhunderts weiter erhöhte. Nach eigenen Berechnungen handelt es sich für das 17. und 18. Jahrhundert um 34 ungarländische Mitgliedschaften. 29 Ärzten stehen dabei fünf Repräsentanten gegenüber, deren Werdegang kein Medizin­studium beinhaltete: nächst Daniel Wilhelm Moller gelangen die Naturwissenschaftler Ignaz von Born (1742—1791), Christoph Traugott Delius (1728—1779) sowie die Budaer Hofbeamten Tobias Kay (Koy) und Mauritius Johann Boehm zur Rezeption. ZU DEN AUFNAHMEMODALITÄTEN Die Aufnahmemodalitäten der teils durch ihre Herkunft, teils durch ihre zeitweilige oder andauernde Tätigkeit zum Raum Ungarn zu zählenden Mitglieder sind höchst inhomogen gewesen. Aus den komplett erhalten gebliebenen Matrikeln der Academia Naturae Curiosorum lassen sich für das 17. und 18. Jahrhundert sehr unterschiedliche Arten der Rezeption rekonstruieren, die aber als generell typisch und nicht nur für die Inskription ungarländischer Mitglieder als charakteristisch gelten können: 1. Der Präses der Academia Naturae Curiosorum nimmt in Absprache mit dem ihm persönlich bekannten und von ihm wegen seiner Vorleistungen wissenschaftlich geschätzten Anwärter den Eintrag in die Listen vor. Er fertigt ein Diplom an und verleiht dem neuen Mitglied einen fortan von ihm geführten Beinamen (Agnomen, Cognomen), der gleichsam die Zugehörigkeit zur Gesellschaft dokumentiert. In den akademiege­schichtlichen, von Büchner und Neigebaur der interessierten Öffentlichkeit vorgelegten Namenslisten wird dieses Agnomen bzw. Cognomen stets aufgeführt. , 2. Der Präses berücksichtigt den Vorschlag von seiten eines Leopoldina — Mit­gliedes, das ihm eine Persönlichkeit zur Neuaufnahme empfiehlt. Ein diesbezüglicher Vertrauensmann ist für Büchner der vielseitige hallesche Ordinarius Johann Heinrich Schulze (1687—1744), der in der Academia Naturae Curiosorum das Cognomen Alcma­eon trägt. So findet sich in den Akademiematrikeln der Jahre 1736 bis 1740 der ent­sprechende Hinweis auf den Schulzeschen Vorschlag („Ex commendatione ExcelL Alcmaeonis" ), als es um die Aufnahme der ungarländischen Kandidaten Johann Wal­laskay (1709—1767), Samuel von Drauth (gest. 1738) und Johann Albrich (1687—1750) geht. Bei der Rezeptionsempfehlung Schulzes für seinen Schüler von Drauth dürfte zudem ein gewisses Dankbarkeitsgefühl eine zusätzliche Rolle gespielt haben : der Trans­sylvaner von Drauth hatte seinem Lehrer Schulze 1734 eine aus dem 2. Jahrhundert stammende Tetradrachme von der Insel Thasos überlassen. 2 Das wertvolle Geschenk hatte diesen angeregt, sich eine Sammlung alter Münzen anzulegen und diese für die Erläuterung der antiken Texte in der akademischen Lehre zu verwenden. 3 Johann Adam Gensei (1677—1720) in Sopron, seit 1712 Mitglied und in der Folge Adjunkt der Akade­mie 4,5 , ist 1719 für den amtierenden Leopoldina-Präses Lucas Schroeck der Gewährs­mann, um Daniel Fischer (1695—1746) das Mitgliedsdiplom nach Käsmark zuzustellen. 2 Agnethler, M. G.: Numophylacium Schulzianum, Pars prior, S. 14—17; Leipzig und Halle 1746. 3 Zimmermann, H.-D.: Johann Heinrich Schulze und die Münzsammlung im Robertinum. Wiss. Z. Univ. Halle (Ges.-sprachwiss. R.) XXIX (1980), H. 4, S. 53—59. 4 Karasszon, D.: Gensei and Sydenham. Comm. Hist. Art. Med. Suppl. 6 (1972), S. 113— Î 18. 5 Kaiser, W.: Johann Adam Gensei (1677—1720). Zahn-, Mund- u. Kieferheilkd. 67 (1979), S. 42—55.

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