Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 93-96. (Budapest, 1981)

TANULMÁNYOK - Kaiser, Wolfram—Völker, Arina: Az Academia Naturae Curiosorum magyarországi tudós tagjainak kérdéséhez (17. és 18. sz.) (német nyelven)

ISTVÁN WESZPRÉMI (1723—1799) ALS CHRONIST DER UNGARLÄNDISCHEN LEOPOLDINA-MITGLIEDER Die ungarländischen Leopoldina-Mitglieder des 17. und 18. Jahrhunderts, ihr Leben und Werk sowie ihre Kontakte zur Akademie sind wiederholt zum Gegenstand der Nachbetrachtung geworden. 13,14 Bereits im ausgehenden 18. Jahrhundert zog der unga­rische Medizinhistoriker István Weszprémi eine erste Bilanz und lieferte im 1787 edierten ,,Tomus IV" seiner ,,Succincta Medicorum Hungáriáé et Transilvaniae Biographia" eine diesbezügliche Aufstellung. Werdegang und Tätigkeit dieser Persönlichkeiten wurden von ihm mit einer Detailtreue dargestellt, die noch heute berechtigt, seine bio- und bi­bliographischen Kodifizierungen als Standardangaben zu benutzen. Man würde dem fundamentalen Werk von Weszprémi unrecht tun, wollte man ihm kleine Ungenauigkei­ten aufrechnen, die in der Folgezeit zu fehlerhaften Interpretationen Anlaß gaben. Mißverständnisse konnten entstehen, weil man nicht genügend genau zur Kenntnis nahm, daß Weszprémi hinsichtlich einer Zugehörigkeit zur Academia Naturae Curioso­rum in seiner Auflistung durchaus zu differenzieren wußte. Als Mitglieder der Leopol­dina erkennbare Wissenschaftler führt er mit ihrem Cognomen auf; dieses aber fehlt bei 7 der von ihm genannten Ärzten. Dabei kann kein Zweifel bestehen, daß Weszprémi mit den Modalitäten der Vokation vertraut war: er hätte sonst kaum die Gruppe der ungarländischen Korrespondenzpartner der Leopoldina, d. h. der Nicht-Mitglieder im Sinne der Statuten, in einem geschlossenen Block aufgezählt (J. Paterson Hain, A. Loew, D. Spielenberger, G. Vette, Chr. Ausfeld, S. Slotze und er selbst). Aus irgend einem Grunde (siehe Punkt 7 des Kapitels über die Aufnahmemodalitäten) mündete der Kontakt dieser Gruppe zur Academia Naturae Curiosorum nicht in ein Verfahren aus, das mit der Diplomvergabe und der Verleihung des für Mitglieder charakteristischen Cognomen abschloß. Weszprémi selbst hatte mit Büchner im Briefwechsel gestanden und ihm 1766 einen Beitrag eingereicht („Debrecino in Hungária Halam missa d. 18. Decembr. 1766"). Vielleicht war Büchner zu seiner Berufung entschlossen, fand aber durch Krankheit und sein Ableben keine Gelegenheit mehr. Immerhin veranlaßte er noch die Drucklegung des eingereichten Manuskripts, das 1770 zur Veröffentlichung gelangte. Freundschaftliche Kontakte zwischen Büchner und Weszprémi waren demzu­folge vorhanden. Zu den Aussagen des letzteren über ungarländische Leopoldina­Mitglieder ist zunächst festzustellen: 1. Bis zum Jahre 1769 — dem Todesjahr Büchners — ist Weszprémi über die ungar­ländischen Mitgliedschaften genau informiert; seine Angaben sind identisch mit den Eintragungen im Register der Akademie. Bei ansonsten erkennbarem Bestreben nach subtilster Präzision fehlt Weszprémi aber bei Zacharides erstmals die Kenntnis der Tages- und Monatsangabe der Vokation. 2. Fehler setzen bei Weszprémi ab 1769 ein; nach Büchners Ableben haben sich seine Kontakte zur Leopoldina offenbar reduziert. So ist ihm bei Niederschrift seiner Auf­stellungen anscheinend nicht bekannt gewesen, daß den zeitweilig in Ungarn tätigen Metallurgen, Geologen und Mineralogen Born und Delius inzwischen die Mitglied­13 Kaiser, W., u. A. Völker: Ungarländische Leopoldina-Mitglieder des 18. Jahrhunderts und ihre Korrespondenz mit dem Akademiepräsidenten. Comm. Hist. Art. Med. 69/70 (1973) S. 57—74. 11 Kaiser, W.: Universitas Litterarum Posoniensis: Daniel Wilhelm Moller (1642—1712) und Karl Rayger (1641—1707) als Mitglied der Academia Naturae Curiosorum. Lekarsky Obzor XIX (1970), S. 387—393.

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