Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 89-91. (Budapest, 1980)

TANULMÁNYOK - Vida, Mária: A magyarországi Szt. Kozma- és Damján-tisztelet eredete és értelmezése (11—14. század) (német nyelven)

Güter — ab Anfang des 13. Jahrhunderts so reich geworden, dass sie Monasterien als Begräbnisstätte ihrer Sippe gegründet hat. 153 Etwas später, aber parallel damit haben die mehr angesehenen Sippen auch Mönchsordensabteien und Pfarrkirchen gegründet. Der Anteil dieser Stiftungen ist zu den unserseits früher erwähnten Kosma­Damian-Kirchen in zeitlicher und geographischer Verteilung ähnlich. Dezső Der­csényi erwähnt 30 Gründungen im 12., und 60 neue Gründungen im 13. Jahrhundert. Die Mehrzahl von ihnen befindet sich in Transdanubien, ziemlich viele in der Tiefebene (32), 15 in Nord-Ungarn und nur 4 in Siebenbürgen. 154 Mit unseren Kircheneinwei­hungen ist die Situation ähnlich, nur um etwa 100 Jahre verschoben: sämtliche Ein­weihungen erfolgten in Transdanubien und lediglich zwei Wandgemälde sind aus dem 13. Jahrhundert in Nord-Ungarn erhalten geblieben. Dieser, vorwiegend in West-Ungarn blutende Kult mag mit den sich mehrenden Gründungen der Sippen bzw. mit deren Schutzheiligen im Zusammenhang stehen. Aufgrund obiger Verhält­nisse können auch das Alter von einigen unbekannten Patronaten annähernd bestimmt werden. Von den unbekannten mittelalterlichen Urkundenerwähnungen könnten Ipolyszécsényke (Secianky), Városhodász (Komitat Vas) und Pinkamiske (Mischen­dorf, Komitat Vas) ebenfalls aus der Zeit der Arpád'schen Dynastie stammen. Der Kirchentitel von Szekcsöalja (Siba, einst Komitat Sáros) stammt wahrscheinlich aus der Zeit der Anjou-Dynastie, er könnte aber — infolge der Nähe von Kassa — auch aus der Arpád'schen Zeit stammen. Sein erwähntes Altar wurde 1400—1410 gefertigt, die Kircheneinweihung aber muss früher, mindestens im 14. Jahrhundert erfolgt gewesen sein. Von den ohne Jahreszahl bekannten Schutzstätten (Patrocinien) stammen die in Nord-Ungarn befindlichen, vorwiegend aus der Zeit nach 1400, und die in West-Ungarn befindlichen wurden vielleicht vor 1400 gegründet usw. Für den Kult in der Zeit der Arpád'schen und der Anjou-Dynastie sprechen auch die oft hervorkommenden Ortsnamen: der älteste ist „Cusmadomian" in Komitat Zala (1199). Durch eine Vereinigung der Namen beider Heiligen entstanden zwei Kozmadamján (1247, 1334) im Komitat Zala, drei Szentkozmadamján (1332, 1335, 1332—1337, 1396) im Komitat Baranya, der spätere Szentkozmadönjén (1373) in Bihar, und Szentkozmadomján (1480) in Heves. 155 In dem Sprachgebrauch der Bevölkerung von Göcsej erhielten einen neuen Inhalt die Ortsnamen: Szentkozma­dombja (1513, Ewry Kosmadomyan, Komitat Zala, 1882 wurde mit der Bezeichnung Szent [heilig] erweitert), 156 und die Benennung Kozmadombja im Komitat Zala (1199: Cusmadomian). 157 Den zweiten Vornamen hat man als Ortsbestimmungsen­153 Dercsényi D. : Románkori építészet Magyarországon. (Die Baukunst romanischen Zeit­alters in Ungarn). Bp. 1972. 15. 154 Dercsényi D. : Ebenda 155 Jakó Zs. : Bihar megye a török pusztítás előtt. (Komitat Bihar vor der Türkenverwüstung). Bp. 1940. 351. — Szentkozmadömjén ; Csánki D. : a.a.O. 1. Bd. 71. — Szentkozmadomján. 156 Csánki D. : a.a.O. 3. Bd. 73.; Magyarország helységnévtára. (Das Ortslexikon Ungarns). Pest 1882. Vgl. : Kiss L. : Földrajzi nevek etimológiai szótára. (Etimologisches Wörterbuch geographi­scher Namen). Bp. 1978. 607—608. 157 Szentpétery I.: Az Árpádházi királyok okleveleinek kritikai jegyzéke. (Register der Urkun­den von Königen der Arpád'schen Dynastie mit kritischen Bemerkungen). 1. Bd. Bp. 1923 55 Vgl.: Kiss L.: a.a.O. 356.

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