Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 89-91. (Budapest, 1980)
TANULMÁNYOK - Vida, Mária: A magyarországi Szt. Kozma- és Damján-tisztelet eredete és értelmezése (11—14. század) (német nyelven)
himmlischen Wissenschaft".™ Die Vergegenwärtigung des die Tugend der Uneigennützigkeit aufweisenden „Gratis-Aerzte"-Geschwisterpaares neben den die Ritterstugende verkörpernden Heiligen scheint auch nach Auffassung der byzantinischen Liturgie logisch zu sein. Anders deutet aber Sándor Bálint die Anwesenheit der Aerzteheiligen: seiner Meinung nach „wird die Gesundheit des gekrönten ungarischen Königs in die himmlischen Sorgen von Kosma und Damian angeboten." 7 * Eine ähnliche Deutung wird auch von József Deér akzeptiert. Nach seiner Auffassung sollen die beiden Heiligen die körperliche Wohlfahrt des Kaisers sichern, obwohl ihre gegenwärtige Anordnung nicht dafür spricht. 75 Die beiden blicken nähmlich in Richtung Christi; nach der Deutung von Deér müssten sie sich gegen den Kaiser wenden. Er akzeptiert eben deswegen die Theorie der wiederholten „Neuordnung" der Emailbilder (der himmlischen und irdischen Gestalten). Aufgrund der gegebenen diplomatischen Beziehungen scheint es ebenfalls einen annehmbaren Standpunkt zu sein, da sowohl die Gesundheit des ungarischen Königs, als auch dieselbe des byzantinischen Kaisers im Interesse des mit Géza I. geschlossenen sicheren Bündnisses wichtig gewesen sein mochte. Unter Berücksichtigung des ikonographischen Programms der griechischen Krone aber müssen wir den Standpunkt von Gyula Moravcsik akzeptieren. 76 Die Tatsache, dass man neben den Ritterheiligen, die die Ritterstugend des Mittelalters und den Sinn der Kreuzzüge Abb. 4. Die Email-Brustbilder von Kosma und Damian an der Rückseite der Ungarischen Krone (Byzanz, um 1074) 73 Moravcsik Gy.: Ebenda. (Fussnote 62.) 433—434. 74 Bálint S.: Kozma és Dámján tisztelete... (Die Verehrung von Kosma und Damian) (Fussnote 10.) 142. —- Derselbe: Ünnepi Kalendárium. (Festkalender) 2. Bd. 302. 75 Deér, Josef: Die Heilige Krone Ungarns. Wien, 1966. 37—38., 82. — Seiner Begründung nach hatte Justinianus L, der infolge der Intervention von den beiden Heiligen wieder gesund wurde, die Gesundheitshüter irdischer Macht in ihnen geehrt. So hat sich der Kult dergleichen Charakters durch ihn und durch Justinianus II. in Byzanz herausgebildet. Vgl. Ebersolt, J.: Les Sanctuaires de Byzance. Paris, 1921. 97. IL; Bogyay, Th. vlon: Byzantinische Zeitschrift 45. (1952), 421. Kovács É.: Ebenda. (Fussnote 16.) (1980), 24. 7G Vida M. : Ebenda