Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 89-91. (Budapest, 1980)
KISEBB KÖZLEMÉNYEK - ELŐADÁSOK - Kótay, Pál: Weszprémi István, 1723—1799 (német nyelven)
Quellen. Wenn er in einem ausländischen Werk ungarische Daten findet, benützt er sie. Mit breitem Wissen und Kenntnissen konnte er sich leicht informieren, auf allen Fachgebieten der Naturwissenschaften zu einer Galäufigkeit gelangen. Der erste Band erschien 1774 in Leipzig, der Titel: „Succincta Medicorum Hungáriáé et Transsylvaniáé Biographia", die Widmung heisst „genio litterarum et patriae". Die Bewertung dieser Arbeit — die insgesamt 4 Bände umschliesst — kann an dieser Stelle nicht unternommen werden. Nehmen wir aber einige Beispiele, die von besonderer Bedeutung sind: Das Epitaph aus dem Paduaer Friedhof des aus Siebenbürgen gebürtigen István Kökösi, das 1628 verfasst wurde, lautet folgendermassen : „Hie Juvenis,fortis medicus iacet; ergo nec aetas Nee vis, nec Medicus vincere fata queunt" Oder als Charakterisierung des Ferenc Pápai Páriz gibt Weszprémi sein eigenes Epitaph. Einige Daten sind ihm unbekannt geblieben, aber die Arbeiten des grossen Arzt-Schriftstellers werden von ihm gründlich bewertet. Der romanisch verfasste Distichon des Michael Halicius, ein Freund des Pápai Páriz, wird in ganzer Länge wiedergegeben. Der erste romanisch verfasste und veröffentlichte quantitierende Vers wird von ihm ins Lateinische übersetzt und mit den Worten: „... inde summa linquae Valachicae cum adfinitas liquido appareat" bewertet. Viele Seiten seiner Persönlichkeit und Einzelheiten seines Lebens sind noch im Unklaren. Mit zurückhaltender, richtiger Bescheidenheit, das sein Leben und Werk charakterisiert, rang er mit dem Missgeschick das ihm zuteil wurde. Wellentiefen wechseln mit reichen Schaffensperioden, die seinen Namen verewigen. Die wissenschaftlichen Gesellschaften von Göttingen, Leipzig, Jena wählten ihn zu ihrem Mitglied und beehrten ihn mit einem Diplom. Sein Haus in Debrecen ist zugleich das geistige Zentrum der Stadt, wo János Földi, Mihály Fazekas, Mihály Csokonai Vitéz, Ferenc Kazinczy oft als Gast verweilten. Sein Portrait aus seinem vorgeschrittenen Alter ist lange unbekannt geblieben. Der Hintergrund ist traurig und eintönig. Krankheit, zerstreute Familie, Hoffnungslosigkeit umgeben ihn oft. Er ist der schlechtest bezahlte Amtsarzt, der Poet und Schriftsteller, Professor und dem Gefängnis entlassene geistige Führer war, die interessanteste Persönlichkeit seines Jahrhunderts, dessen Name eine Periode der ungarischen Kulturgeschichte bezeichnen vermag. Er verstarb am 13. August 1799. P. KÓTAY, Prof. Dr. med. 4300 Tîrgu-Mures, Str. Mihail Viteazul 34, Roumania