Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 89-91. (Budapest, 1980)

KISEBB KÖZLEMÉNYEK - ELŐADÁSOK - Kótay, Pál: Weszprémi István, 1723—1799 (német nyelven)

ISTVÁN WESZPRÉMI* PÁL KÓTAY 1723 — 1799 Sein Taufschein ist nicht bekannt, sein Gesicht der Nachwelt nicht erhalten. Sein Grab ist in den verworrenen Zeiten der vergangenen Jahrhunderte verschollen. Mit Recht fragen wir: ist von der wichtigen Persönlichkeit des Aufklärungszeitalters, des Zeitgenossen Maria Theresiens und Joseph II., vom Begründer der wissenschaft­lichen Medizin und der Medizingeschichte Ungarns nur so wenig erhalten geblieben? Solche Gedanken beschäftigten mich, als ich einen erfreulichen Auftrag bekam, dass ich zu der bilinquischen Ausgabe des „Succincta Medicorum Hungáriáé et Transsylvaniáé Biographia" ein Vorwort verfassen soll.** Nach der schweren Niederlage des ungarischen königlichen Heeres bei Mohács (1526) konnten sich die Türken in die Mitte des Landes tief einkeilen. Ungarn wurde dadurch in drei Teile geteilt. In dieser politischen Zerrissenheit war es Siebenbürgen, das seine Selbständigkeit am meisten behaupten vermochte. Das Jahrhundert nach dem Auszug der Türken — eine ständig diskutierte Epoche der ungarischen Geschichte — kann mit der traurigen Tatsache charakterisiert werden, dass ungarisch verfasste Werke, die den kulturellen Stand des Landes widerspiegeln könnten, fast nicht erhal­ten geblieben sind. Das fremdsprachige Schrifttum, die im Geist fremd gebliebene Literatur konnte das ungarische geistige Leben nicht befruchten. Die Briefe des Kelemen Mikes, eines Emigranten des Rákóczi-Freiheitskampfes(1703—1711) blieben in Rodostó; die französisch verfassten Memoiren des Fürsten Franz Rákóczi II. in einem französischen Kloster. Neben der Selbstbiographie der Kata Bethlen die Waise steht der Roman von Ferenc Faludi „Nemes ember" und „Udvari ember" in ungarischer Sprache allein da. Der bedeutendste ungarische Schriftsteller und Arzt dieses Zeitalters war István Tsanády Weszprémi. In seinem Geburtsjahr 1723 wird die Pragmatische Sanction ins Leben gerufen und durch die Landesversammlung zu Pressburg bestätigt. Die Gebundenheit der Leibeigenschaft hat sogar die Feudalherren daran behindert, dass sie ihre eigenen Leibeigenen auf ein Nachbargut versetzen, wenn es in einem anderen Komitat lag. Die Nationalversammlung adligen Charakters stimmte dazu, dass fremde Soldaten als Ständiges Heer ins Land gebracht werden, weil die Adligen dadurch einen Schutz erhofften. * Der Vortrag, der bei der Übernahme des Weszprémi-István-Gedenkmedaille am 21. April 1978 gehalten wurde, erschien in der Zeitschrift Korunk, Kolozsvár, 1978, H. 10, S. 831—836 in ungarischer Sprache. ** Pál Kótay ist der Verfasser des Vorwortes, das ohne seinen Namen zu nennen gedruckt wurde.

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