Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 83-84. (Budapest, 1978)
FÓRUM - Szakvélemények és hozzászólások Semmelweis kórtörténetéhez (magyar és német nyelven)
Anfangsphase mit maniformen Erregungserscheinungen auftretende exogene Psychos' ausgewertet sein, die später manifester wurde und sich zeitweise mit Verwirrthei paarte. 2. Das mit Pyämie gepaarte organische Psychosyndrom erklärt das Ganze de Symptomenbildes. Es ist eindeutig feststellbar, daß wir keine auf eine primäre Er krankung des Nervensystems hinweisende Angabe haben und der psychiatrisch Krankheitsprozeß eine gewöhnliche Komplikation der zum Tode führenden Pyämi ist. Ich fühle es als unbegründet, die Möglichkeit der dementia progressiva paralytict aufzuwerfen. Wir haben keine Angabe, die auf dementia hinweisen würde. Bei de Sektion sind die Genitalien in Ordnung. In den letzten 10 Jahren wurden ihm gesund' Kinder geboren. Seine Frau hat keine luetische Erkrankung. Weder zur Zeit de o. c. Krankheit, noch in der vorangehenden Periode geben die Stimmungslabilitä und das zeitweise zum Vorschein kommende sthenische oder eventuell die Konventioi verletzende Benehmen Recht und Möglichkeit, die dementia progressiva paralytict aufzuwerfen, denn all diese Symptome stellen eine vollkommene adäquate Reaktioi eines selbstaufopfernden, folgerichtigen Forschers dar, der seine Entdeckung recht fertigen will, in einer Situation, in der ihn Selbstanklage und Verantwortungsgcfüh für den Tod von mehrtausend Mütter quälen. Wir haben keine Angabe, die auf Tabe hinweist. Was seine Bewegungsstörungen betrifft, darüber linden wir Aufzeichnungei erst in den letzten Tagen vor seinem Tod vor. Sie müssen gewiß die Folge der mit de Pyämie verbundenen Arthropathie gewesen sein. Es ist unannehmbar, die démentit progressiva paralytica nur deshalb aufzuwerfen, weil die beibehaltenen Pupillen reaktionen etwa in 10% die Möglichkeit der luetischen Erkrankung des Nervensy stems nicht widerlegen. Ebenfalls ist es kein richtiges Argument für die luetisch Erkrankung, daß Semmelweis sie während seiner Praxis in Wien erworben habe] könnte, bloß weil damals viele Freudenmädchen in der Klinik behandelt wordei seien. Die Möglichkeit einer der präsenilen Dementien ist auch nicht annehmbar. Sowoh die Alzheimer', wie die Pick' Atrophie bedeuten eine unbemerkbar, schleichenc beginnende chronische Krankheit. Die ersten Symptome der Dementia können ja ohm Zweifel Abnormitäten im Benehmen sein, in Semmelweis' Fall sind aber die éventuel übertriebenen Formen des Benehmens teils Persönlichkeitsreaktionen, teils — in dei letzten Wochen — Teilerscheinungen des psychoorganischen Syndroms. Kein» präsenile Demenz bringt eine fiebrige Erkrankung mit sich, und in der vorigen Be Schreibung wollte ich eben das beweisen, daß bei Semmelweis eine Demenz in Be ziehung der intellektuellen Leistung gar nicht in Frage kommen kann. Unmotiviert« Äußerungen sind erst während der sieben Wochen langen Krankheit aufzuweisen selbst seine letzten Veröffentlichungen hingegen legen Zeugnis von einer einwand freien kritischen wie logischen Fähigkeit ab. Der Sektionsbefund gibt Auskunft weder von der Intensität der cerebralen Atrophie noch von der Lokalisation der Atrophie. Auf diesem ärmlichen Grund kann it eindeutigem Sinn keine nosologische Kathegorie verfaßt werden. Die eventuelle Annahme irgendwelcher primären Erkrankung des Nervensystem: stützt sich auf keine konkreten Angaben, ist spekulativen Charakters und zugleicl