Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 80. (Budapest, 1976)
KÖZLEMÉNYEK - Silló-Seidl, Georg: Semmelweis életének utolsó állomásai és valódi boncjegyzőkönyve (német nyelven)
am Malleolus externus der unteren Extremität, fehlt rechten Drachmen statt Unzen Leber groß anstatt Leber derb in der Luftröhre blasse schaumige Flüssigkeit, anstatt in der Luftröhre, deren Schleimhaut blaß ein walnußgroßes Aggregat fehlt über walnußgroßes Halsschwellung anstatt Halsa/?schwellung Noch ein letzter Irrtum: Der Kollege des Niederösterreichischen Landes-Sanatoriums schrieb den Sektionsbefund mit lateinischen Buchstaben. Auch den Nachtrag (bei Sticker „von anderer Hand"). Das führte Darvas zu der Annahme, daß dieser Nachtrag ursprünglich auch mit lateinischen Buchstaben geschrieben worden ist. Die Abbildung 3 zeugt für eine gotische Schrift. 3. Die Fehler häufen sich bei Schönbauer. Die Kopfleiste über dem Protokoll gibt den Anschein, als ob eine Reihe von Fragen von dem Prosektor nicht beantwortet wäre, obwohl im Protokoll Ausdrücke wie Obduzent?, Klinische Diagnose, Name, Alter: ?, Beschäftigung: , Zeit des Todes: in dieser Form gar nicht existieren. Schönbauer nimmt sich die Freiheit, nicht nur die Ergänzungen der Abkürzungen vorzunehmen, sondern das Rechtschreiben des Protokolls zu korrigieren, die Hauptwörter mit Artikeln zu versehen. Die scheinbare Erleichterung für die Leser verbirgt jedoch Unstimmigkeiten, wie: bei Schönbauer: Das Hirn dem Vorderlappen entsprechend verdünnte Windung zeigend Im Original : Das Hirn d. Vorderlappens entsprechend verdünnte Windungen zeigend oder bei Schönbauer: längs der erweiterten, geschlängelten Gefäße ursprünglich: längs d. erweiterten, geschlängelten Gefäßen Grammatikalisch beide gut, nur wenn man zitiert, soll man ein Zitat nicht ändern. Weitere Abweichungen vom Originalprotokoll bei Schönbauer: das Wort „ferner" fehlt vor d. Spitze metacarpophalangeal Gelenk ist .«tercarpophalangeal vor ihm anstatt weicher (bezüglich Septum) Fasern statt Gasen Quäntchen anstatt Unzen Wie betont gab Chiari als Abschrift seinem Budapester Amtskollegen Haranghy das von Schönbauer bekannte Protokoll, ohne zunächst das Original, das nur einige Meter von seinem Schreibtisch enfernt lag, einzusehen. Es mag sein, daß seine spätere strikte Ablehnung der Ausgabe einer Fotokopie oder das Verbot von Auskünften Dritten gegenüber damit zusammenhängt, daß er auf Drängen der Forscher doch das handschriftliche Sektionsprotokoll anschaute, die Fehler entdeckte, jedoch sich selbst und Schönbauer nicht desavouieren wollte.