Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 73-74. (Budapest, 1975)
TANULMÁNYOK - Friedrich Ildikó XVIII. századi magyar nyelvű kiadványok a gyermekek ápolásáról és neveléséről
terjesztő, felvilágosító művek válfajával, és a nyelvművelő szándék nemcsak a Kármán József által óhajtott „nemzet csinosodásá"-t szolgálta, hanem a nemzet megőrzésének is jelentős eszköze volt. Zusammenfassung Das 18. Jahrhundert als Zeitalter der ratio hat eine günstige Atmosphäre für die Wissenschaften geschaffen. Die Entwicklung der Medizinwissenschaft wird u. a. vom Zustandekommen neuer Fachzweige gekennzeichnet, so z. B. können die Anfänge der Kinderheilkunde aus Ende der 1700-er Jahre gesetzt werden. Auch die Pédagogie erneuert sich in diesem Jahrhundert: man beginn auf die körperlichen und geistigen Probleme des Kindes, auf dessen Persönlichkeit, die eine besondere Behandlungsweise beansprucht, eine größere Aufmerksamkeit zu lenken. Die mittelalterliche Auffassung, wonach die Ausbildung und Verfeinerung nur des Geistes wesentlich waren, wird durch eine neue Ansicht abgewechselt: Die körperliche Erziehung sei ein ebenso wichtiger Faktor. Die namhaften Pädagogen dieses Jahrhunderts bestreben sich mit den Ärzten zusammen um die Verwirklichung des altgriechischen Erziehungsideals, der Kalokagathia. Die im 18. Jahrhundert in Ungarn herrschenden Ansichten über Kinderpflege und Erziehung besaßen ein europäisches Niveau, und nur die sprachliche Isoliertheit gibt die Ursache dafür, daß die revolutionär neuen und bis heute stichhaltigen Erziehungsideen von István Weszprémi M. D. ins Dunkel der Vergessenheit versunken sind. Zur Zeit der Aufklärung begann die ungarische Sprache das Bürgerrecht im Lande zu erhalten, und durch die sich vermehrenden Druckereien wurden immer mehr in Muttersprache geschriebene, belehrende, sog. populärwissenschaftliche Bücher herausgegeben. Darunter sind zahlreiche Werke mit hygienischem Inhalt zu finden. Aufgrund dieser Werke sind die Gewohnheiten der Säuglings- und Kinderpflege, die Fragen der Ernährung, der Hygiene, der Ammenschaft und der Mädchenerziehung, die Heilmethoden der Kinderkrankheiten, die Probleme der Schwangerschaft und der Kinderarbeit im 18. Jahrhundert rekonstruierbar. Verfasserin behandelt das untersuchte Zeitalter nicht nur von medizin- und pädagogiegeschichtlichem Gesichtspunkt aus, sondern fügt auch allgemeine bildungsgeschichtliche Beiträge und Bemerkungen hinzu. Ildikó FRIEDRICH, M.A., Literary Historian Research Worker at the Semmelweis Medical Historical Museum, Library and Archives H —1023 Budapest, Török u. 12. Hungary r