Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 66-68. (Budapest, 1973)

FORUM - Semmelweis kórtörténetének nyomában — Bécs és Budapest levelezése (magyar, angol és német nyelven)

Im Bewußtsein unserer wissenschaftlichen Pflicht, beehren wir uns als Rektor, und auch im Auftrage unseres Universitäts-Senats, mit dieser höflichen Bitte an den Herrn hochverehrten Bürgermeister zu wenden, würden Sie uns Er­laubnis geben zum Einblick in die Krankengeschichte von Semmelweis, zum verfertigen Fotokopien und zur Veröffentlichung der Krankengeschichte in extenso. Es wäre sehr angenehm, wenn bei der Veröffentlichung der Kranken­geschichte auch Kollegen aus Osterreich teilnehmen würden. Unsere Universität ist gerne geneigt, zu diesem Zwecke — zu einem kürzeren Aufenthalt — eine Delegation nach Wien zu senden, die beiden Medizin­historiker unserer Universität: Herrn Dr. med. et C. scient. Gy. Regöly-Mérei, den wissenschaftlichen Hauptmitarbeiter der Ungarischen Akademie der Wis­senschaften (mit Lehrauftrag für Geschichte der Medizin an unserer Universi­tät) und Herrn Dr. med. et C. scient. E. Réti, den wissenschaftlichen Direktor der Bibliothek unserer Universität. Als Rektor der Universität und Professor der Geburtshilfe übernehme ich, wie auch die beiden oben genannten, wissenschaftlich akademisch graduierten Kollegen, die volle persönliche ärztliche Verantwortung der Publikation der Krankengeschichte von Semmelweis bezüglich. Semmelweis ist mehr als hundert Jahren gestorben. Die gesetzlich geregelte Verschwiegenheitspflicht (Bundesgesetz 1956, § 9 usw.) könnte sich nicht auf historische und mehr als hundert Jahre alte Fällen beziehen, welche — wie schon* erwähnt — überall veröffentlicht werden. Auch § 12 (5) usw. gibt Mög­lichkeit zur Abgabe der wissenschaftlich begründeten Fälle. Der Rektor und das Senat unserer Universität ist darüber tief überzeugt, dass der hochverehrte Herr Bürgermeister an derselben Meinung ist, und der höflichsten Bitte unserer Universität zustimmen wird. Empfangen Sie, hochverehrter Herr Bürgermeister, den besten Dank und den Ausdruck der aufrichtigsten Hochschätzung unserer Universität (Dr. med. et Dr. scient. Imre Zoltán) ö. o. Professor der Geburtshilfe Rektor der Universität der Medizinischen Wissenschaften Budapest 5. Brief des Obersenatsrats der Magistratsdirektion der Stadt Wien, Dr. Steiner, an den Rektor der Medizinischen Universität Budapest, Prof. Dr. Imre Zoltán Wien, den 29. Januar 1968 Sehr geehrter Herr Rektor! Auf das an den Herrn Bürgermeister gerichtete Schreiben vom 9. Dezember 1967 bedauert die Magistratsdirektion, nach eingehender Prüfung der Sach­und Rechtslage mitteilen zu müssen, dass Ihrem Wunsch nicht entsprochen werden kann.

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