Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 62-63. (Budapest, 1971)

KISEBB KÖZLEMÉNYEK - Benedict, János—Jármai, Árpád: Benedict Henrik elfelejtett tanulmányai a metatuberculotikus kórképekről (német nyelven)

Zu chronischer Kreislauf insufficient führen [3, 4]. Er kommt nahe zur heutigen Interpretation der „good chronic" Prozesse, und spricht auch von der epide­milogischen Bedeutung der pauzibazillären Läsion. Die Behandlung metatuberkulöser Erkrankungen ist selbstverständlich grundverschieden von der Therapie, welche bei aktiver Tuberkulose anzt iWen ~ den ist. Es würde gewiss keiner versuchen, Antituberkulotika z u benützen anstelle der verschiedenen Antibiotika, Aerosol und anderer komplex etl Medika­tionen, wenn es sich um eine nachfolgende Bronchiektase" handelt. T>es wäre denn ebenso absurd, wie Gelenksbeschädigungen, die aus einer in d e JTugend­jahren überstandenen Heine-Medin zurückgeblieben sind, als akute FJ^omyeli­tis zu betrachten, oder Kreislaufstörungen, die als späte Komplikation einer Endokarditis lenta auftritt, mit Penicillin kompensieren zu wollen [13]. „Ein Teil der Patienten genesen vom klinischen Standpunkt aus restlos, andere heilen nur bis zu einem gewissen Grade, mit zurückbleibenden typischen organischen Defekten. Diese letzteren bilden dann den grössten Teil der metatuberkulösen Fälle." „Eine spezifische Behandlung wäre in diesen Fällen ebenso unlogisch, als wollte man z. B. Rückenmarknarben oder —• Entartungen von luetischer Herkunft mit Quecksilber und Salvarsan heilen" [7]. Vor der Aera antituberkulöser Anstrengungen gab es, wenn auch in geringer Zahl, einige spontane Genesungen, und da liegt die Erklärung, wieso die vor nahezu GO Jahren abgefasster Lehren des Prof. Benedict auch heute- noch gültig sind. Die chemotherapeutischen Mittel haben nämlich keine wesentliche Änderung im Verlauf der Genesung gebracht, sie haben bloss die Genesung beschleunigt und weitgehend gesichert, ohne aber die bei spontaner Heilung aufeinander folgenden Phasen ausgeschaltet zu haben. Nun, was zu Beginn des Jahrhunderts noch als eine durch mirakulöse Umstände bedingte Rarität zu betrachten war — nämlich die Entstehung metatuberkulöser Krankheitsbilder — das bildet heute ein Problem von vitaler Bedeutung, dessen Lösung eine bet­rächtliche Anzahl von Patienten betrifft. Dabei ist erwähnswert, dass die meisten metatuberkulösen Erkrankungen heute zwischen den Fünfzigern und Sechzigern vorkommen, während sich diese Patienten zur Zeit des Prof. Benedict vorwiegend von Zwanzigern und Dreissigern rekrutierten. Somit ist nun das Bild komplett. Definition, Pathomechanismus, Therapie. —• Prof. Benedict's Lehren könnten auch heute in der Fachpresse erscheinen. Es seinen nun bloss noch einige Worte bzgl. des Terminus technicus hinzugefügt: die Nomenklatur ist zwar ein „formaler" Faktor, soll aber durchaus nicht ver­nachlässigt werden, zumal klar determinierte Begriffe als eine Voraussetzung des logischen Denkens und der richtigen Erläuterung gelten. „Das griechische Wort ,meta' und das lateinische ,post* haben druchaus keine übereinstimmende Bedeutung : während ,post' alles ausdrückt, was in der Zeit auf­einander folgt, beinhaltet das griechische ,meta! zugleich eine qualitative Unter­schiedlichkeit der hintereinander folgenden Phasen, seien es denn Phasen einer Ent­wicklung oder bloss nacheinander eintretende Zustände. Meiner Ansicht nach ist das aber nur vorteilhaft, zumal recht zutreffend" [6]. Prof. Benedict hat bei seinen Altersgenossen auch nicht viel Verständnis ge-

Next

/
Thumbnails
Contents