Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 62-63. (Budapest, 1971)

KISEBB KÖZLEMÉNYEK - Kaiser, Wolfram—Völker, Arina: Soproni orvosok hallei és wittenbergi vonatkozásai (német nyelven)

der Soproner Autoren vorwiegend in den deutschen Periodica, wo sie zuweilen Zahlreich vertreten sind. Die „Acta physico-medica" I-IV enthalten z. B. Bei­träge der Loews, so die „História epidemica Hungáriáé" (I, App. 17-84) und die „Succinta descriptio duorum Hungáriáé medicatorum fontium, quorum alter penes lacum Pisonium in Semproniensi comitatu ad pagum Wolffs, alter in Castri Ferrei comitatu penes Binkafeld enascitur" (IV, App. 1-6) von Andreas Loew; der Sohn publiziert „De morbo complicatissimo paucissimis medicamentis sublato" (II, App. 1-24), „De morbo petechiali, qui anno 1683 epidemice Posonii grassatus est" (II, App. 25-40), „Über das katarrhalische Fieber 1729 in Europa" (III, App. 77-120) und die „Epistola ad Botanicos" (V, App. 145-154). Inzwischen ist ein weiterer Beflissener der Arzneigelehrtheit von Sopron nach Halle angereist : KARL WILHELM SEILER nimmt hier am 25. Juni 1726 das Medizinstudium auf und kann es am 18. Juni 1728 mit der Disputation „De pulmonum subsidentium experimenti prudenti applicatione" beschliessen. Wiederum handelt es sich — wie bei Liebezeit — um einen gerichtsmedizinischen Stoff, und auch jetzt heisst der Doktorvater Michael Alberti, welcher sich gerade angeschickt hat, sein „Systema jurispruden­tiae" herauszubringen [20], von welchem Albrecht von Haller (1708-1777) dereinst sagen wird: „Utile hoc opus est et magno decori ALBERTO apud omnes aequos judices futurum" [21]. Über Seiler selbst ist hier nichts näheres feststellbar gewesen ; wahrscheinlich hat er sich nach seiner Promotion bald auf den Heim­weg gemacht. Georg Sigismund Liebezeit, der auch noch mit dem Archiatertitel des Mark­grafen von Brandenburg-Bayreuth und durch die Mitgliedschaft zur König­lichen Sozietät in Berlin geehrt worden war, ist am 30. November 1739 in Sopron verstorben. Sein Kollege Neuhold war schon im Jahr zuvor zu Grabe getragen worden, und zwei Jahre nach dem Tode von Liebezeit weilt auch Karl Friedrich Loew nicht mehr unter den Lebenden. Nunmehr klingt allmählich die fruchtbare ärztlich-wissenschaftliche Periode ab die sich auf Sopron konzentrierte und ihre Inspirationen z. T. in einem Studium in Halle, z. T. auch in Wittenberg und Jena empfangen hatte. Der um diese Zeit am Gym­nasium in Sopron erzogene Adam Molnár wird nach seinem Halle-Studium später die Heimat verlassen und auf zwei Dezennien nach Transsylvanien und in die Walachei gehen. Das bedeutet nun aber nicht, dass jetzt die Kontakte von Sopron nach Halle abreissen: noch immer stehen die Schul- und Kirchenbehörden in enger Ver­bindung zum dortigen Waisenhaus-Kreis. Es bleibt auch die Verbindung der Leopoldina, die sich durch ihren Präsidenten Andreas Elias Büchner (1701­1769) ab 1745 auf Halle konzentriert. In der Büchnerschen Arntsperidie werden 1742 und 1751 mit Johann Thomas Degenhard und Andreas von Conrad erneut zwei Physici Sempronienses in die Akademie der Naturforscher berufen. Das „Stipendium Genselianum" wird in der Folgezeit, welche durch die Kriegslasten

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