Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 62-63. (Budapest, 1971)

KISEBB KÖZLEMÉNYEK - Kaiser, Wolfram—Völker, Arina: Soproni orvosok hallei és wittenbergi vonatkozásai (német nyelven)

„Wir haben ihnen Leute für die vornehmsten Schulen versorgt und die guten Leute ziemlich von ihren praeiudiciis abgebracht" [3]. Der Ruhm, zu den führenden ungarischen Gymnasien zu gehören, wird Sopron über lange Zeit erhalten bleiben, und so besucht nicht nur die ortsansässige Jugend diese Schule: als Beer seinen stolzen Bericht nach Halle abschickt, hat wenig zuvor der spätere Arzt und Botaniker Adam Molnár — hallescher Doktorand vom 5. Juli 1747 — aus Trestyénfaíva das Collegium Semproniense absolviert [4] ; einige Jahre später wird der Serbische Frühaufklärer Johann Rajic (geb. 1726 ; Schulzeit in Sopron 1749-1752) zu dessen Eleven zählen [2]. Und schon 1724 konnte der deutsche Arzt und Ungarn-Reisende Franz Ernst Brückmann (1697-1753) als Gast in Sopron feststellen: „Gymnasium Evangelicorum ibidem est bene constitutum, in hoc supra nominatus Dom. Deckart, munere Rectoris fungitur, et cum sex collegis Philosophiam, linguasque Latinam, Hungaricam, Sclovacam et Germanicam docet" [5J. Dieser Besuch erfolgt zu einem Zeitpunkt, als bereits mehrere Scholaren und Studenten aus Sopron und dem nahegelegenen Rust ihr Studium Haiense durch­geführt hatten und nun wieder in der Heimat wirken. Die Reihe der „Sempro­nienses" beginnt am 27. Juli 1696 mit dem Theologen Georg Daniel Friedel, dem bis 1709 sieben Jünger der Rechtsgelehrtheit folgen, welche in Halle die Vorlesungen eines Samuel Stryk (1640-1710) und eines Christian Thomasius (1655-1728) hören wollen. Der erste Studiosus utriusque iuris ist im Juni 1697 Aegidius Ludwig Prisoman von Nettig ; ihm folgt am 8. Mai 1702 der „Nobilis Hungarus" Johann Georg von Unger. Drei Jahre später vollzieht am IL Oktober 1705 Sebastian Ferdinand Doepner (Döbner, Dobner) siene Inskribierung, am 6, Dezember 1707 folgt Abraham Török. Aus Rust reisen im Oktober 1709 gleich drei Juristen an: Leopold Mann (1711 relegiert), Georg Scharff (ebenfalls 1711 relegiert) und Georg Christian Türck (Török). Der in die Heimat zurück­gekehrte und dort als Advokat tätige Doepner begegnet uns im Bericht von F. E. Brückmann, als dieser den Personenkreis aufzählt, welchen er in Sopron und Rust aufsuchte: „Viros dictos Sopronienses, Dom. Pilgram, verbi divini Evangel, ministrum vigilantiss. Doct. Med. Neuholt, Dom. Artner, ICtum celeberrimum, qui in oppidulo Rust ad lacum Pisonis in praesenti vivit, Dom. Joh. Matolay, Candidat. Theol. doctiss. frequentavimus, juxta ac Dom. Doepnerum, Advocatum et ICtum famigeratum, qui nummophylacium et variarum rerum rariarum apparatum possidet" [5J. Dann erscheint in den halleschen Matrikeln erstmals auch der Name eines Studiosus medicináé Semproniensis : GEORG SIGISMUND LIEBEZEIT ist der erste Vertreter der Ars medica, der sich von Sopron aus auf die Medi­zinische Fakultät der Academia Fridericiana orientiert, wo mit Friedrich Hoff­mann (1660-1742) und Georg Ernst Stahl (1659-1734) zwei der grossen Arzt-

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