Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 57-59. (Budapest, 1971)
TANULMÁNYOK - Zalai Károly: A gyógyszerészdoktor-képzés fejlődése a budapesti egyetemen (német nyelven)
„doctor pharmaciae"-Titel bei und führt daneben noch die Möglichkeit eines Doktorats für jene graduierten Physiker, Chemiker, Biologen, Biochemiker, Mikrobiologen, Pharmakologen, Psychologen usw. ein, die in Berufen der Grenzgebiete der Pharmazie tätig sind und ermöglicht ihnen beim Erfüllen der vorgeschriebenen Bedingungen, den Grad „doctor materiae pharmaceuticae" zu erwerben. Das erwähnte noch heute gültige Doktor-Reglement sichert eine grosse Fortschrittsmöglichkeit bezüglich der Dissertationen, da sie die Anzahl der Hauptfächer, d.h. Wahlfächer für die Doktorarbeit — der inzwischen eingetretenen Entwicklung der pharmazeutischen Wissenschaften entsprechend — mit 15 bestimmt. Diese sind : anorganische Chemie, analytische Chemie, Physik, physische Chemie, organische Chemie, pharmazeutische Chemie, Biologie, Botanik, Mikrobiologie, Heilpflanzen- und Drogenkunde, pharmazeutische Technologie, funktionelle Anatomie, Pharmakodinamie, Gesundheitslehre, Organisation des Arzneimittelwesens. Die Bedeutung des Anwachsens der Zahl der wissenschaftlichen Fächer können wir am besten wahrnehmen, wenn wir berücksichtigen, dass die pharmazeutischen Dissertationen zuerst ausschliesslich aus dem Themenkreis der Chemie verfasst werden durften, daran schloss sich in 1892 die Pharmakologie und Gesundheitslehre an, in 1915 die Botanik und Pharmakognosie und in 1925 die Pharmazie. Bezüglich der wissenschaftlichen Wahlfächer muss betont werden, dass die Geschichte der Pharmazie hieraus fehlt, was eine noch zu schliessende Lücke ist. Nachdem ich einen Überblick gab über die Entwicklung der pharmazeutischen Doktor-Ausbildung auf der medizinischen Fakultät bis zum heutigen Tage, halte ich es — verschiedener Zusammenhänge wegen — für notwendig, für uns wichtige Angaben auch über das Doktorat auf der philosophischen Fakultät, über die Entwicklung des philosophischen Doktorats, zusammenzufassen. Unter den Anordnungen Kaiser Joseph IL, welche auch die philosophische Fakultät betrafen, kann hervorgehoben werden : das Rigorosum für den Doktor der Philosophie bestand seit 1787 aus 3 Fächern: theoretische und angewandte Philosophie, Mathematik, Physik und Geschichte [23], Der spätere wissenschaftliche Zweig der pharmazeutischen Doktorate, die Chemie, bildete also zu jener Zeit nicht den Gegenstand der philosophischen Doktorarbeit und Doktorprüfung. Im Jahre 1851 hörte die philosophische Fakultät auf eine vorbereitende Schule der übrigen Fakultäten zu sein, ihr Hauptziel wurde die Pflege der Wissenschaften, die Entwicklung in dieser Richtung ging aber recht langsam vor sich. Die jahrhundertalte Form der philosophischen Doktorprüfungen war überholt, daher erhob die philosophische Fakultät in 1801, 1867 und 1871 energisch die Stimme und verlangte es zu ermöglichen, dass die Doktorprüfung in 3-erlei bzw. 6-erlei Gruppierung und mit dem Erlangen von 6 verschiedenen Doktortiteln (doctor philosophiae, doctor scienciarum historicarum, doctor philologiae, doctor scienciarum mathematico-physicarum, doctor históriáé naturalis oder doctor chemiae) abgelegt werden kann. Im Vorschlag von 1867 war eine interessante, aber von vornherein aussichstlose Forderung der philosophischen Fakultät, dass die pharmazeutischen Doktor- und Magister-