Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 57-59. (Budapest, 1971)

TANULMÁNYOK - Zalai Károly: A gyógyszerészdoktor-képzés fejlődése a budapesti egyetemen (német nyelven)

DIE ENTWICKLUNG DER AUSBILDUNG VON DOKTOREN DER PHARMAZIE AUF DER UNIVERSITÄT ZU BUDAPEST* von KÁROLY ZALAI A ls Gerard van Swieten, der Direktor der medizinischen Fakultät der Wiener Universität im Jahre 1749 seine Eingabe : „Plan pour la Faculté de Medicine" der Kaiserin Maria Theresia überreichte, wurde er nicht nur der geistige Urheber einer Reform der Wiener und gleichzeitig mitteleuropäischer Ärzteausbildung, sondern er schuf auch die Grundlagen zur Universitätsausbildung der Pharma­zeuten. Van Swieten schlug vor nach Leidener Muster auf der medizinischen Fakultät einen Lehrstuhl für „Chemie und Botanik" zu errichten und diese Fächer zu lehren. Die Notwendigkeit hierfür und dessen Bedeutung nicht nut für die Ausbildung der Ärzte, sondern ebenso gewichtig für die der Pharma­zeuten begründete er mit folgenden Worten: „Mais pour avoir une instruction complete il nous manque encore deux choses : LaBotanie et la Chymie, on ne peut pas douter de l'utilité de ces sciences pour la medicine. Mais encore les apothécaires ne peuvent jamais être bien instruits dans leur art, sans bien connaître les plantes medicinales et sans avoir bien appris les préparations des remèdes chymiques ,., Un seul Professeur pourrait faire ces deux choses : l'été la Botanie, et pendant l'hiver la Chymie, Je conviens qu'un jardin botanique, son entretien, le jardinier etc, la construction d'un laboratoire chymique, les gages convenables pour un Professeur habile demanderont quelque dépense. Mais j'ose espérer que Sa Majesté pour l'utilié de ces sujets, pour la gloire de son regne et pour l'avancement des sciences, nous laissera rien manquer de ce qui peut servir a ce fin", (Für einen voll­ständigen Unterricht fehlen uns noch zwei Dinge : die Botanik und die Chemie ; es besteht kein Zweifel über die Wichtigkeit dieser beiden Wissenschaften in der Medizin. Aber auch die Apotheker werden in ihrem Fach nicht genügend gebildet, wenn sie die Heilpflanzen nicht kennen, die Herstellung der chemi­schen Mittel nicht beherrschen. Ein Professor allein könnte beide Fächer lehren, im Sommer die Botanik, im Winter die Chemie. Ich bin mir im Klaren darüber, dass ein botanischer Garten, dessen Instandhaltung, ein Gärtner usw., die Errichtung eines chemischen Laboratoriums, die entsprechenden Honorare für die Lehrkräfte eine gewisse Ausgabe bedeuten. Aber ich wage zu hoffen, dass Ihre Majestät die Kaiserin zum Nutzen ihrer Untertanen, zum Ruhme * Ein kurzer Auszug dieser Publikation wurde am 11.11.1969 am 200. Jahrestag der Budapester Medizinischen Universität vorgetragen.

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