Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 50. (Budapest, 1969)
TANULMÁNYOK - Regöly-Mérei Gyula: Fejezetek a fertőző betegségek történetéből (Gerlóczy Zsigmond emlékére)
wirkte auch die Expedition von Pasteur, dessen Mitarbeiter, Thuillier an Cholera erkrankte und starb. Den Nachruf hielt der hochgerührter Koch. Verf. beschäftigt sich weiterhin mit den Selbstrversuchen von Pettenkofer [130-132] und Emmerich, wie auch von Metschnikoff, Latapie und Jupille. Heilserum wurde von Pfeiffer und Friedberger, aktive Schutzimpfung von Hafkins hergestellt [120], Tab. VI. gibt Angaben darüber, dass eine Cholera-Epidemie durch epidemiologischen Massnahmen gut bekämpft werden kann. Die Angaben stammen von Prinzing [137], und beziehen sich auf den ersten Weltkrieg. Gerlóczy beschäftigte sich mit der Nierenfunktion der in Cholera Erkrankten [56, 68] und stellte fest, dass nach der transitorischen Anurie eine Polyurie erscheint, der Kranke kann sogar nach einer Anurie von 4-5 Tagen genesen. 5. Die Pocken Puffer und Ferguson [154] beschrieben an einer Mumie (20. Dynastie), E. G. Smith und Dawson [157] an der Mumie des Pharao Ramses V. Pocken. Die Erkrankung ist schon dem Galenus bekannt (Method, med. V. 12.), auch bei Aëtius, und bei Herodotos sind solche Angaben. Rhaze (Kitäb al-gudari wal hasba [145]) trennt von einander die Pocken un die Masern. Vidius beschreibt die Windpocken (crystalli; Art. Med. VI. 6), Ingrassius (De tum. praeternat., 1552) den Scharlach. Sydenham beschäftigt sich auch mit Masern [163], die erste richtige Beschreibung wird jedoch von Rosen [81] angegeben. In China waren die Pocken laut Gö hung (Buch der Rezepten [143]) in den D;m-Zeiten (III-IV. Jahrhund.) schon bestimmt bekannt. Auch eine Variolisation wurde dort ausgeübt, aber nicht früher, wie in der Sung-Peüode (X. Jahrhund.), laut einer anderen chinesischen medizinhistorischen Meinung sogar erst in pen Ming-Zeiten (XVI. Jahrhund.; siehe [143]). Weiterhin wird die Geschichte der Pockenepidemien, wie auch der Variolisation und Vakzination besprochen. In Ungarn begann 1799 die Vakzination. Es ist nicht uninteressant, dass 1862 Semmelweis der Leiter des Zentralen Impfunginstitutes zu Budapest war. Jenner wünschte schon 1811 die Revakzination. Gerlóczy hatte am Ende des vorigen Jahrhunderts dieselben Erfahrungen [71], Er beschäftigte sich auch mit dem diagnostischen Wert der Pau/schen Cornealreaktion, und fand, dass die Positivität immer Pocken beweist, jedoch die negative Reaktion schliesst die Möglichkeit der Erkrankung nicht aus [74]. * Das Zeitalter der grossen Weltepidemien ist vorüber. Dank der Schutzimpfungen und der anderweitigen Prevention verminderte sich im Laufe der letzteren Jahre die Morbidität und Letalität der endemischen Infektionskrankheiten zu einer ganz geringen Zahl. Als Beispiele dafür sollen die Diphtherie und der Bauchtyphus erwähnt werden. Wir haben nun jeden Grund und Recht zum Optimismus, denn die Likvidation der Infektionskrankheiten ist schon verwirklicht. Das ist auch mit dem signifikanten Unterschied zwischen den heutigen und den älteren statistischen Angaben bewiesen. All das verdankt die Menschheit jenen Ärzten, die trotz der Gefahr einer Infektion, manchmal sogar mit dem Aufopfern ihres Lebens, die Besieger der Infektionskrankheiten waren.