Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 45. (Budapest, 1968)
TANULMÁNYOK - Spielmann József—Szőkefalvi Nagy Zoltán—Soós Pál: A kémikus és balneológus Mátyus István és kora
Die Handschrift hat in erster Linie die Untersuchung der Radnaer Quellen und dann noch die Ergänzung einiger älteren Untersuchungen zum Inhalt, jener Angaben, die im Buche von Wagner publiziert worden, laut eigener oder fremder Beobachtungen. Allen Anschein nach ist diese schriftliche Arbeit von Mátyus in die Hände Crantz' angelangt, aber die hier mitgeteilten Angaben sind in die Monographie des Wiener Gelehrten nicht hineingeraten. Sicherlich nahm er sich nicht die Mühe um die nachträglich angekommenen Angaben in sein Werk einzuarbeiten. Jener Teil der Crantzschen Monographie, der über Siebenbürgen handelt (Seiten 202 bis 232), ist im Grunde genommen nichts anderes, als eine deutsche Übersetzung des unter dem Namen von Wagner publizierten lateinischen Textes. Er berichtet nicht über eine einzige neuere, eigene Untersuchung nach dem Erscheinen des letzteren. Die Alte und Neue Diaetetica ist das letzte Dokument der wasseranalysierenden Tätigkeit von István Mátyus. In diesem Werke finden wir die Angaben seiner, wahrscheinlich im J. 1772 vorgenommenen und auch im Wagnerschen Werke vorhandenen Untersuchungen vor, sowie auch jene seiner Radnaer Tätigkeit vom J. 1773, insgesamt mehr als 50 Heilwässer aufzählend. Auf seine mineralwässer-analysierende Tätigkeit historisch genau eingehend können wir feststellen, dass er in der Diaetetica vom 1776 die Mineralwässer anhand ihrer chemischen Zusammensetzung in Gruppen einteilt (er schreibt da über alkalische, eisenhaltige, salz-, bittersalz- und schwefelhaltige Wässer). Er macht uns aufmerksam, dass man die in den Wässern vorkommenden Elemente aufweisen muss um deren Heilwirkung kennenzulernen. Weiter bespricht er die Bestimmung des spezifischen Gewichtes mittels physischer Methoden, bemerkt, dass das spezifische Gewicht der Quellenwässer sich nach dem Schöpfen ändert, da das Kohlendioxyd aus ihnen entweicht. Für die Bestimmung des spezifischen Gewichtes der dünneren Mineralwässer empfehlt er das Verfahren mit Fliesspapier. Den alkalischen Charakter der Wässer führte er auf das Vorhandensein von Kohlendioxyd zurück, auch ihre Wirkung deutete er mit dessen Menge. Unter den chemischen Verfahren bespricht er nur die leicht unternehmbaren. Im Falle von Wässer mit Gehalt von Soda und Kalkerde wird der violette Dekokt-Indikator vom Wasser er grünt, eisenhaltige Wässer färben das violette Dekokt rot, mit Schwefelsäure brausen sie leicht, vom Gallpulver erschwärzen sie, usw. Auf Grund alldessen bestimmte er die Zusammensetzung der siebenbürgischen Mineralwässer. Man merkt seine scharfe Beobachtungsfähigkeit aus seiner Feststellung, dass er die von Kohlensäure verursachte Saurigkeit von der tatsächlichen Saurigkeit unterschied. Das war im Grunde genommen die Erkenntnis des Unterscheidens zwischen starken und schwachen Säuren, das später die Chemie des XIX. Jahrhunderts formuliert hat. Er schlug vor den nach Verdunstung des Mineralwassers verbleibenden trockenen Rest durch Degustation zu prüfen. Er hat auch die Methoden beschrieben, wie man den trockenen Rest mit Reagenten prüfen kann. Aus der