Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 45. (Budapest, 1968)
KISEBB KÖZLEMÉNYEK — ELŐADÁSOK - Arnold Huttmann: A röntgensugarak felfedezése, és annak dél-erdélyi sajtóvisszhangja (Német nyelvű közl.)
Die Röntgen'sche Entdeckung (S. D. T. Nr. 6725 vom 26. Januar 1896, S. 89) Hat ausser in Wien auch in Bern praktische Anwendung gefunden. Dort wurde ein Kind, dem eine Nadel in die Hand gedrungen war, von dem bekannten Chirurgen Professor Kocher zu dem Professor der Physik Dr. Forster gebracht und es gelang letzterem, mittelst der X-Strahlen von dem Knochengerüste der verwundeten Hand samt der Nadel eine photographische Aufnahme zu gewinnen ... Interessante Daten über Röntgens Vortrag in der Würzburger Physikalischen Gesellschaft erscheinen in der Presse am 30. Januar 1896. Bei dieser Gelegenheit erfahren wir auch, wer — anscheinend als erster — den Vorschlag gemacht hat, die neuen Strahlen „Röntgenstrahlen" zu nennen: „Röntgen-Strahlen" (S. D. T. Nr. 6728 vom 30. Januar 1896, S. 103) In der Würzburger physikalischen Gesellschaft hielt dieser Tage Professor Röntgen zum ersten Mal einen öffentlichen Vortrag über seine X-Strahlen. Ein ungewöhnlich zahlreiches Auditorium wohnte diesem Vortrage bei. Professor Röntgen erklärte bescheiden, dass man noch weitere Versuche abwarten müsse. Der ungarische Physiker Lenard habe ihm die Anregung zu seinen Forschungen gegeben, doch sei seine Entdeckung eine Gabe des Zufalls. Er habe lange an eine Täuschung geglaubt, bis er durch die Photographie seine Entdeckung bestätigt fand. Röntgens Demonstrationen gelangen vorzüglich. Die Strahlen durchdrangen Papier, Blech, Holz, Blei und endlich Röntgens Hand. Platin erwies sich als undurchdringlich. Geheimrat Kölliker, dessen Hand Röntgen ebenfalls photographierte, sagte, dass seit 48 Jahren die Würzburger physikalische Gesellschaft keine so epochemachende Sitzung gehabt habe, wie diese, und er machte unter allgemeinem Beifall den Vorschlag, die neuen Strahlen „Röntgenstrahlen" zu nennen. Kölliker bezweifelte übrigens, dass zum Beispiel Magen und Herz als Weichteile photographiert werden können. Der Schluss der Sitzung brachte neue Ovationen für den gerührt dankenden Entdecker. Erste Nachrichten über die röntgenologische Sichtbarmachung von Gallenund Blasenstteinen bringt die folgende Notiz: Die Röntgen-Strahlen und die interne Medizin (S. D. T. Nr. 6733. vom 5. Februar 1896, S. 125) In der Versammlung der k. k. Gesellschaft der Aerzte teilte der Vorstand der zweiten medizinischen Klinik im Wiener Allgemeinen Krankenhaus, Professor Dr. Edmund Neusser, seine Erfahrungen über den diagnostischen Wert der Röntgen'schen Entdeckung unter Demonstration der diesbezüglichen photographischen Aufnahmen mit. Der Redner zeigte zunächst eine Photographie, welche auf dem Wege der Röntgen'schen Verfahrens Gallen-