Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 41. (Budapest, 1967)

Migály Béla: Erklärung der phylogenetischen Entfaltung der Bipedie von physischer Hinsicht

Bereits W. Wiedersheim [2] zählt in seinem Werke mehrere hunderten Unterlagen auf. Ihre Zahl hat sich inzwischen nur noch erhöht. Es gibt aber auch einfache Belege, die ohne jede besondere Fach­kenntnis zu verstehen und einzusehen sind. Wenn sie noch dazu weitere wissenschaftliche Bedeutung haben, wird dadurch ihr wissenschaftlicher Wert nur noch erhöht. Einen solchen Beleg liefert uns das Studium der Gliedbewegungen der menschlichen Quadrupedie, falls wir als Hauptgesichtspunkt die Phasen der Bewegung und die Funktion jener Nervenzentren betrachten, die sie koordinieren. Ich forschte die Fachliteratur durch, jedoch fand ich nur im Werke von H. Spitzky [3] Bemerkungen, die — im Zusammenhang mit dem gangunfähigen Kleinkind — für Tiere charakteristische Regelhaftigkeit der Gliedbewegungen konstatieren: ,,. . . endlich kriecht auf allen vieren, ganz wie andere Vierfüssler, in Schritt oder Trab, rechte Hand, linker Fuss, linke Hand, rechter Fuss .. Das Werk geht aber in die entwicklunstheoretische Würdigung die­ser Erscheinung nicht ein. Die zweifässige Bewegung : Der Mensch macht den Tritt an der Sohle, die Mehrzahl der Säugetiere hingegen auf den Zehenspitzen ; aber in einzelnen Schritten der vorderen und der hinteren Fuss­paaren, Wechsel sich gegenseitig—ebenso wie beim Menschen—zwei Momente von sehr verschiedentlicher Dauer ab. Das eine Moment ist kurz, als nämlich beim vollen Austritt beide Füsse am Boden sind, während ein elastischer Stoss des hinteren Fusses den Rumpf vorwärtsneigt. Das zweite Moment ist das längere, als sich am Boden nur noch der vorangesetzte Fuss befindet und geht infolge des erhaltenen Schwunges aus seiner zurücklehnenden Lage in eine vorangeneigte, während das andere Glied sich anhebend und voran­schwingend austritt, um den Körper in seiner Vorwärtsneigung auf­zufangen. In der nächsten Phase sind die beiden erwähnten Glieder wiederum am Boden und der Gang setzt sich mit alternierenden Füssen fort. Durch den Gang gerät der ganze Körper in Bewegung. Sind wir z. B. mit unserem Linken Fuss im Austritt, will diese Be­wegung unsere linke Hüfte voran, die rechte rückwärts, und da­durch unseren Rücken und den ganzen Brustkorb ein wenig rechts

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