Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 38-39. (Budapest, 1966)

Bakardjiew, Wassil N.: A Popov-féle sejtstimulációs tan

DIE ZELLSTIMULATIONSLEHRE POPOFF 'S (Medizin-historischer Überblick) von WASSIL N. BAKARDJIEW (Sofia) Tn der Geschichte der Medizin bzw. der Therapie ist der Be­griff „Stimulation" bzw. „Stimulus und Kontrastimulus" mit dem Namen von Haller 1 (1708-1777), Gullen (1712-1790) und John Brown (1736—1788) verbunden. Der letztere meinte, daß was wir als Lebensprozessen betrachten, ist die fließende Summe aller Reize, die an den Organismus herantreten. Gesundheit bildet das Gleichgewicht zwischen Reiz und Reizbarkeit. Die Krank­heit wird von einem Mangel oder einem Übermaß von Reizwir­kungen verursacht. Es gab zwei Arten von Krankheiten : asthenische — die durch Mangel an Reizen bedingte und sthenische, die von heftigen Erregungen verursacht sind. Die meisten Krankheiten sind asthenisch (97%). Die Therapie sollte deshalb reizschaffend, erregungsfördernd sein. Die Heilmittel Brown's waren unter ande­ren: Aderlass, Wein, Opium etc. Die Lehre Brown's verbreitete sich in allen Ländern Europas. In Deutschland war sein Anhänger Junger Röschlaud (1768—1835). In Italien in Milano (Mailand) wirkte Rasori (1766—1838). Bei der Behandlung der Petechialfieber mit Tamarinden, Salpeter, säuerlichen Getränken und mit Fasten reichte er zur Schwächung Tartarus stibiatus. Er hat die Beobach­tung gemacht: auf stärkste Dosen dieses Emetikums hatten die Patienten kein Erbrechen. Das wurde von ihm als Diathesis sthe­nica defwniert. Bei allen Entzündungen hat er dieses Prinzip an­gewandt und Medikamente in größeren Dosen verordnet. So wurden alle Krankheiten als sthenische Erscheinungen betrachtet. Tom­masini führte im 1816 den Begriff Kontrastimuli ein — das ist

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