Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 37. (Budapest, 1965)

Erich Püschel: Angeborene Gliedmassendefekte (Dysmelin) im Schrifttum des 16. und 17. Jahrhunderts

ANGEBORENE G L I ED MASSEND EFEKT E (DYSMELIEN) IM SCHRIFTTUM DES 16. UND 17. JAHRHUNDERTS von ERICH PÜSCHEL (Bochum DDR) V or wenigen Jahren wurde die gesamte internationale Medizin durch die Beobachtung von neugeborenen Kindern mit beson­deren Mißbildungen beunruhigt und erschüttert. Es wurden im allgemeinen folgende Mißbildungsgruppen festgestellt: /. Kinder ohne Arme oder Beine 2. Kinder, bei denen die Hände oder Füße durch kleine Brücken mit dem Rumpf unmittelbar verbunden waren 3. Kinder mit spitzwinkligen Abbiegungen der Hände oder Füße, bei denen sich röntgenologisch das Fehlen von Radius oder Ulna und 4. das Fehlen von einzelnen Strahlen der Mittelhand, meistens des ersten Strahls, nachweisen ließ. Diese Veränderungen, die man auch zusammenfassend als Dys­melien bezeichnet, waren oft mit dem Fehlen der Ohrmuscheln, mit Speiseröhren- und Darmdefekten oder Herzmißbildungen ver­bunden. Sie waren an den oberen Extremitäten ausgesprochener als an den unteren Gliedmaßen und hierbei wurde die linke Seite bevorzugt. Bei diesen Beobachtungen tauchte die Frage auf: Hat es früher, d. h. im 16. und 17. Jahrhundert bereits Mißbildungen gegeben, die diesen gleichen und welche Besonderheiten zeigen sie? Diese beiden Jahrhunderte wurden deswegen zu dem Studium herangezo-

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