Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 32. (Budapest, 1964)
Dr. Fabritius, Walter: 80 Jahre seit der Einführung der Cocainanästhesie in der Ophthalmologie durch Dr. Carl Koller
Dr. Koller ist am 3. Dezember 1857 in Schüttenhofen (Böhmen) geboren. Er wurde im Jahre 1882 in Wien zum Doktor der gesammten Heilkunde promoviert. Dort war er zuerst Sekundararzt im Allgemeinen Krankenhaus und darauf Operationszögling an der chirurgischen Klinik des Professors Albert. Im Herbst 1885 wurde er Assistent im Gasthuis voor Ooglijders in Utrecht, das unter der Carl Koller Leitung von Snellen und Donders stand. 1888 ging er dann nach Amerika und Hess sich in New York als Augenarzt nieder. — Die grosse Entdeckung ist Koller nicht mühelos in den Schoss gefallen. Auf der Suche nach einem geeigneten Lokalanästheticum für das Auge hatte er Versuche mit Chloral- und Brompräparaten gemacht, die ohne Erfolg geblieben waren. Nun las er eines Tages den Bericht von Dr. Scherzer über die österreichische NovaraExpedition 1857—1859 und erfuhr, dass aus Peru Blätter der Cocapflanze mitgebracht worden waren, die die Eingeborenen Südamerikas bei langen, anstrengenden Märschen kauten und schluckten, um dadurch dasungergH efühl herabzusetzen. Man wusste auch, dass das Cocain innerlich genommen ein Taubheitsgefühl auf der