Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 31. (Budapest, 1964)

Dr. Réti Endre: Magyar darwinista orvosok (1945-ig)

der ungarischen faschistischen „Rasseverteidigenden" Lehren wurde Lajos Méhely, der auf der Akademie, an der antropolo­gischen Professur, in den Tageblättern und in den Kameradschafts­vereiner seine menschenhassenden, antidarwinistischen und un­wissenschaftlischen Lehrer offen verkündete. Immer weniger wird die Zahl derjenigen, die es wagen sich für die wissenschaft­liche Wahrheit zu exponieren. Darwin wird falsch gedeutet, von idealistischer Seite bagatellisiert im allgemeinen wie nur mög­lich todtgeschwiegen. In den Schulen, auf der Medizinischen Fa­kultät ist so zu sagen von Darwin keine Rede. Nur die gefälschte antidarwinistische Deutung des Darwinismus schallt laut. Von Apathy's entschiedener Stellungsnahme abschweifend, entgegen der menschenfeindlichen Kriegslauten ist Lenhossék wankend, eine Reihe Ärzte sucht im Glauben Zuflucht, andere in dem Motto „Zu­rück zur Natur", es gibt auch solche (Alexander Wolsky), die in der zum Rationalismus näher stehenden Tomisten Denkungsweise nach der Antwort forschen. Im allgemeinen charakterisiert die nach der wissenschaftlichen Denkungsart strebenden Ärzte auch der inkonsequente Materialismus und Darwinismus. Aus der Zeit erheben sich Ödön Krompecher, Alexander Korányi, Jenő Pólya mit ihrer Entschiedenheit. Unbedingt und ohne Zweideutigkeit Darwinisten sind die Vorläufer des ungarischen Sozialismus, die sozialistischen, kommunistischen Ärzte, die infolge der Marxis­tischen Ideologie, den Darwinismus naturgemäss als ihrigen er­klärten und verkündeten. Am bedeutendster ist auf diesem Gebiet die Tätigkeit Josef Madzsar's. Unsere sozialistischen Ärzte und diejenigen die zwar zu diesem politischen Selbstbewusstsein noch nicht erwachten, aber ehrlich, vernünftig denkende ungarische Ärzte, Biologen sind, retteten bis zur Befreiung die ewig wertvolle Lehre der darwinistischen Natur­auffassung.

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