Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 25. (Budapest, 1962)
Dr. Regöly-Mérei Gyula: A primitív koponyatrepanatiók palaeopathológiai morphológiája
Stirnhöhlen tiepaniert waren; krankhafte Veränderungen waren aber bei der pathologisch-anatomischen Untersuchung nicht feststellbar (Abb. 5.). Auf Grund seiner Untersuchungsergebnissen schliesst sich auch der Verf. der Meinung an, dass man einst an der Stelle des Schmerzes trepanierte, da der Avarenschamen, oder der Medizinmann natürlich nichts über den Nebenhöhlen wusste. Warscheinlich wurde das Loch deswegen gebohren, dass der Krankheitsdaemon, an Ort und Stelle des Schmerzes, den erkrankten Körper verlasse. Die Art der Trepanationen bezüglich, könnte man von einer Abschabung. weiterhin über Drillbohrer-Methode, und endlich über Trepanationssägen sprechen. Die Versuche von Holländer usw., die Obsdidianklingen (Moodie), der Drillbohrer (Anda), die „chirurgischer Säge" (Sudhoff, Holländer, Bologa). wie auch altperuaniúche Huaco-Tongefässe beweisen vollkommen diese Auffassung. Verf. benutze bei seinen Versuchen Silexklingen (Fund aus der aeneolitischen Siedlung in Zengővárkony, Ungarn) und konnte an menschlichen Leichenschädeln, wie an narkotisierten Hunden, wenn auch mit Mühe, aber doch regelmässige Trepanationsöffnungen verfertigen. Mit Berücksichtigung der Literatursangaben werden die verschiedenen Trepanationsmethoden ausführlich besprochen. Es ist auffallend dass in der selben Heilkultur, und sogar im gleichen Zeitabschnitte, mehrere Arten der Trepanationstechnik benutzt wurden, und der Verf. ist deswegen dieser Meinung, dass Stelle und Grund des Eingriffes, dh. die Indikation, warscheinlich auch bei den primitiven Trepanationen zu einer gewissen „Wahl der Methode" führten. Verf. beschäftigt sich endlich noch mit der Frage, weswegen ein bedeutender Teil der Trepanationen neben einer Naht, oder im Gebiete der schon verknöcherten grossen Fontenella verfertigt war. Leicht könnte es sich über einer Analogie handeln. Der Heilkünstler. oder Schaman besass schon solche Erfahrungen, dass die Gegend der grossen Fontenella beim Kleinkinde nicht verknöchert, sondern der einziger noch weich gebliebener Teil des Schädels ist, und bediente sich warscheinlich dem erhofften kleineren Wiederstand wegen, im Falle der Trepanation, auch bei Erwachsenen, mit dieser Stelle.