Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 25. (Budapest, 1962)
Dr. Regöly-Mérei Gyula: A primitív koponyatrepanatiók palaeopathológiai morphológiája
* /.IS A M MENFASS UN G DIE SOGENANNTEN PRIMITIVEN SCHÄDELTREPANATIONEN UND IHRE PAT II OLOGI SC IIA NAT O M IS C H E 15 E Z IE H I \ G E \ írta: G Y. R E G Ö L Y - M É R F I Dr. M., C. Se. M. (Budapest) W ie bekannt kommen trepanierte Schilde] in Gräberfunde ganz von dem Neolithikum bis zu dem Ende des vorigen Jahrhunderts ziemlich oft vor, z. B. Ende des XIX.-ten Jahrhunderts wurde wegen Blutrache an der Balkanhalbinsel tiepaniert. In den verschiedensten Landschaften Europas war die Schädelbohrung verbreitet, solche Funde sind aber auch in Asien, Afrika, Alt-Peru, bei verschiedenen Indianerstämme, oder an den Loyality-Inseln, in Neu-Zeleand, usw. gewöhnlich. Die pathologischanatomische Untersuchung solcher Schädeln könnte drei Fragen beantworten; nähmlich 1. ob der Eingriff intra vitam oder post mortem durchführt wurde ; 2. ob Zeichen einer solcher Krankheit vorhanden sind, welche als objektiver Grund der Trepanation zu betrachten wären, und endlich 3. welche Technik bei der Trepanation gebraucht wurde. Broca war der Erste, der vor mehr als 80 Jahren die Gruppen trépanation chirurgicale (intra vitam) und trépanation posthume (postmortal) voneinander unterschied. Diese Fmiteilung ist zwar vom historischen und ethnographischen Standpunkte aus, noch immer gut verwendbar, jedoch nicht vollkommen fehlerfrei.