Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 20. (Budapest, 1961)
dr. Katona Ferenc: Ismeretelméleti és származástani kérdések Goethe Faustjában
Von den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts an erschien auf dem Gebiete der Biologie der Kant'sche Erkenntnistheorie in neuer Form. Sie leugnet die Möglichkeit des Erkennens der Grundgesetze der Natur und verwirft die historische Methode der Erkenntnis der Vorgänge und Gesetzmässigkeiten. Keine geringeren Forscher als Plelmhotz, Bunge, Th. H. Huxley, H. Spencer, Virchow, Dubois-Reymond schlössen sich dieser erkenntnistheoretischen Linie an, obzwar sie gleichzeitig die natürliche Auswahl, d. h. die objektive Rolle des historischen Zeitfaktors in der Natur anerkannten. E. Haeckel greift in seiner Streitschrift auf Goethe's Erkenntnistheorie eben deshalb zurück und führt aus, dass die ausschliessliche Anwendung der Induktion den Fortschritt der Entwicklungslehre, der Biologie, usw. behindert. Friedrich Engels erkannte klar die Wichtigkeit dieser Frage. In der Sammlung „Dialektik der Natur" schreibt er, zum Teil E. Haeckel's erkenntnistheoretische Arbeit kritisierend und erläuternd, - u. A. folgendes: „An alle, die an Induktion glauben. Mit all der Induktion der Welt werden wir nie soweit sein, mit dem Wesen des induktiven Herganges ins Reine zu kommen." Der Problemenkreis, den Goethe in der Naturwissenschaft entdeckte, hat bis heute von seiner Aktualität nichts eingebüsst. W. R. Fless, der weltberühmte schweizer Neurophysiologe schreibt in 1952 in seiner Mitteilung: „Die an der Tagesordnung stehenden Aufgaben der Physiologie": „So wertvoll die durch die rasche Spezialisierung erreichten Resultate auf dem Gebiete des theoretischen Erkennens und der praktischen Anwendung auch sein mögen, - sie verursachen der jetzt vom Arbeitsfelde abziehenden Generation eine schwere Sorge: wie sie von der anderen Seite der Sache Rechnung ablegen soll. Diese ist der Verlust des Sinnes, des Prinzips der grossen Zusammenhänge, sowie das Phänomen, dass selbst die Fähigkeit, diese Probleme als Forschungsaufgaben zu betrachten, verloren ist." Die Fragen der Zusammenhänge, der zeitlichen Analyse und des Zusammenwirkens der Vorgänge, das Studium des konkreten