Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 20. (Budapest, 1961)

dr. Katona Ferenc: Ismeretelméleti és származástani kérdések Goethe Faustjában

Zeit die Literatur, sowie die in ihr interpretierte Naturwissen­schaft gegeben hatte. Im Lichte seiner eigenen Naturphilosophie weist er Faust den Weg der realen Verwirklichung dieses Stre­bens. Für Goethe ist der wichtigste Impuls des Menschen die Tatkraft. ,,Im Anfang war die Tat!" Naturwissenschaftliche Anschauung in Faust Diese Frage wurde schon so vielfach erörtert, d:iss ich hier nur eine kurze Zusammenfassung geben möchte. Der erste Teil ist eine Abrechnung mit der Bürde der scholas­tischen Erbschaft. Das kritische Studium der alten Werke führt den nach wahrer Erkenntnis strebenden Menschen zu schweren Konflikten. Die naturwissenschaftlichen und religionsphilosophi­schen Erkenntnisse sind nicht der Wirklichkeit entsprechend. Demnach bleibt uns nur übrig, entweder veiter zu heuclcin und zu verkünden, was wir innerlich schon widerlegten, oder weiter nacht dem Wege der Erkenntnis zu forschen. Goethe wählte das zweite Verfahren; nie schloss er sich aus Achtung vor der Autorität irgendeiner Schule an. Der Weg der Erkenntnis ist jedoch vorderhand verschlossen. Die Naturgesetze sind, nach menschlicher Auffassung, Geheim­nisse; Erfahrung und Verstand können nur bis zu ihren äusseren Grenzgebieten vordringen, - die verborgenen Wahrheiten sind nur auf dem Wege der Mystik zu erschliessen. Goethe entlarvte zuerst die allerälteste Form dieser Irrlehre: die irrationelle Wer­einigung mit der Natur, welche schon in den alten orientalischen Religionen vorkommt. Diese Auffassung ist auf dem Gebiete der Erkenntnistheorie in moderner Form bis heute erhalten. Faust hält Abrechnung mit der im Mittelalter erneuerten und damals fortschrittliche Elemente enthaltenden Kabbalistik, mit der mysti­schen Chemie, usw., - also mit der primitiven Form dieser Lehre. Aus dem überhitzten Dialoge zwischen Faust und dem Erd­geist erhellt, dass das Wesen, welches Faust erkennt, er selber ist:

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