Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 17. (Budapest, 1960)
Prof. Dr. Halmai János: Prüfungsurkunden über Apotheken-Kontrolle in Ungarn in der ersten Hälfte des XIX-ten Jahrhunderts
welchem Zustand sie sind, ob die Geräte und Materien entsprechend sind, ob sie zu der nötigen Bearbeitung geeignet sind, ob die Rohmaterien (medicamenta cruda) in genügender Menge vorhanden sind. IV. In den meisten Meldungen wird über die Absonderung der Gifte (venena) der stark wirkenden oder wirksameren Arzneien (heroica, drastica, mercurialia) über ihr Vorhandensein in genügender Menge, über abgesonderte Verwahrung alldieser und der Verwahrungsort der Schlüssel dazu gesprochen. V. In einigen Fällen wird über die Kontrolle der Reagenten (reagentia) Erwähnung gemacht. Im allgemeinen ist die Reinheit, Ordnung, das Vorhandensein der Arzneien von guter Qualität, in genügender Menge das wichtigste. Hernach empfehlen die Meldungen den Eingentumern weitere Ordnung, Fleiss und gute Bedienung der Kunden. Besonderes Interesse verdient die Kontrolle der Arzneien selbst. Da die Wissenschaft der Chemie damals noch in Kindesschuhen lief, wurde mehr auf die organoleptische Prüfung (Bestand, Dichte, Durchsichtigkeit. Farbe, Geruch, Geschmack) Gewicht gelegt. In einigen Prüfungsurkunden sind die geprüften Arzneien und auch ihre Qualifizierung taxatíve aufgereiht, ja es geschieht auch in einigen Fällen über die stattgefundene chemische Reaktion Erwähnung. Zur Unterstützung der geschichtlichen Treue und zur teilweisen Dokumentation des Vorgetragenen teile ich noch wörtlich die Meldung des Komitatspysikus Bjely Sámuel mit, weil diese eins ist derer, in welchnen die Zahl der geprüften Arzneien die grösste, und darum wahrscheinlich ist, dass die Kontrolle mit grösster Sorgfalt stattfand. QUELLEN : 1. B. Szepes: Apothekenkontrolle zur Zeit Josephs des Zweiten. Gyógyszerészeti Közlöny (Pharmazeutische Mitteilungen) 1947. Seite 147. 2. Baradlay-Bársony: Geschichte der Pharmazie in Ungarn. 1930. Budapest, Band I. Seite 186. 3. Dasselbe Werk Seite 196. 4. Landesarchiv. Schriften der Statthalterei. Dep. sanitatis.