Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 17. (Budapest, 1960)
Könyvismertetés - Doc. M. U. dr. Frantisek Pachner: Az anyák életéért - Semmelweis Ignác Fülöp életdrámája
Weszprémi folgte dem Zeitgeist schon früh, erkannte die Bedeutung der Medizingeschichte in der weiteren Entwicklung der Medizin. In seinem „Succineta" beschreibt er Lebenslauf und Tätigkeit der ungarischen, wie auch der in Ungarn wirkenden Ärzte, in erster Linie deren, die auch literarisch fruchtbar waren. Eine der ersten geschulten Ärzte war im XII.-ten Jahrhundert Draco, Leibarzt des Königs Koloman. Vom XII.-ten bis zur Mitte des XVIII.-ten Jahrhunderts registriert das Werk eine grosse Zahl der Ärzte in Ungarn und Siebenbürgen. Nicht einer von ihnen hatte einen Weltruf. Gcorgius Henisch aus Bártfa war im XVI.-ten Jahrhundert Professor in Basel, später in Augsburg, Franciscus Joel Professor an der Medizinischen Fakultät in Greifswald, Andreas Segner der berühmte Arzt und Physiker hatte einen Lehrstuhl der Universität Göttingen inne. Jessenius praelegierte in Prag, etc. Die Beziehungen der ungarischen Ärzte bzw. Studenten zu den Universitäten Deutschlands, Österreichs, Hollands, Italiens, Englands und der Schweiz waren insbesondere in den Jahrhunderten XV-XVIII. sehr intensiv. Die sog. Peregrination der einzelnen ungarischen Studenten, aber auch der promovierten Ärzte, an verschiedenen Universitäten Europas ist eine bekannte, man könnte sagen eine fast karakteristische Erscheinung. Diese Beziehungen wurden von Weszprémi gründlich erfasst. Diesbezügliche Daten finden sich in einer Fülle in seinem Werke. So wird es zu einer Fundgrube für Medizinhistoriker aller europäischen Nationen, zumal als es auf lateinisch verfasst wurde, somit allgemeinverständlich ist. Der Wunsch, die nicht allgemein bekannten Angaben der „Succincta" einem jeden Forscher zugänglich zu machen, hat den Verleger und den Redakteur S. Vértessy veranlasst, das Werk nicht nur in ungarischer Übersetzung zu veröffentlichen, sondern eine zweisprachige, lateinisch-ungarische Ausgabe vorzulegen. Diese, nach fast 200 Jahren neu erschienene Edition kann getrost mit den Sudhoff'schen Ausgaben der „Klassiker der Medizin" verglichen werden, wenn auch Weszprémis Name in der internationalen Literatur der Geschichte der Medizin bis jetzt noch nicht die gebührende Schätzung fand. Wcszprémi's Arbeit ist umso höher zu veranschlagen, als seine Angaben, Daten aller Kritik festhalten. Wie schon erwähnt, schenkt das Werk eine Fülle \on Quellen und bibliographischen Hinweisen und ist vorbildlich für historisch-biographische Methodik. Sorgfältig bearbeitetes Namenverzeichniss macht das Buch zu einem wertvollen medizinhistorischen Nachschlagwerk, das in einem schönen Gewand, mit klarer Typographie das Interesse aller Freunde der Medizinhistorie verdient. Dr. med. Emil Scbultheiss